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Pizzicato

Die Herberts

Die Freiheitlichen hatten in ihrer Geschichte, die mit dem VdU begann, bisher mehr Herberts als Parteichefs denn Susannes. Bei den Herberts waren und sind es drei – Herbert Kraus, Herbert Haupt und Herbert Kickl –, bei den Susannes war es nur eine.

Sie hatten aber auch noch einen Hubert, der war allerdings nur Vizekanzler und nicht Parteichef, und der hieß Gorbach. Einen solchen gab es auch in der ÖVP, der war sogar Bundeskanzler und hieß Alfons. Und nicht dass Sie jetzt glauben, so etwas gibt es nur in Österreich: Der letzte Kanzlerkandidat der deutschen SPD hieß Schulz, der nunmehrige heißt Scholz.

Die Frage ist nur: Warum die Häufung der Herberts in der FPÖ? Gibt es dafür einen Grund? Prof. Dr. Wikipedia liefert einen Ansatz: „Herbert ist ein alter germanischer zweigliedriger Personenname (. . .) Er entstand aus der Zusammensetzung der althochdeutschen Wörter ,heri‘ für Heer, Krieger und ,beraht‘ für glänzend, strahlend, berühmt.“ Ersteres passt zu Herbert Kickl schon einmal sehr gut (noch besser passte es seinerzeit freilich zum blauen Verteidigungsminister Herbert Scheibner), bei Zweiterem wird man noch sehen.

Einen Sebastian und eine Pamela gibt es in der FPÖ interessanterweise nicht. (oli)

Reaktionen an: oliver.pink@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.06.2021)