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Konjunktur

Weltbank erhöht Prognose für globales Wirtschaftswachstum

Demnach dürfte die Weltwirtschaft in diesem Jahr um 5,6 Prozent wachsen. Das wäre die kräftigste Erholung einer Rezession seit 80 Jahren.

Die Weltbank hebt angesichts der US-Konjunkturprogramme und der starken wirtschaftlichen Erholung Chinas ihre Prognose für das globale Wachstum an. Die Weltwirtschaft dürfte in diesem Jahr um 5,6 Prozent zulegen, wie die Weltbank-Experten am Dienstag in Washington voraussagten. Das wäre die kräftigste Erholung von einer Rezession seit 80 Jahren. Bisher war sie nur von 4,1 Prozent ausgegangen, nachdem die Corona-Krise im vergangenen Jahr zu einem Einbruch von 3,5 Prozent geführt hatte. „Dieser Aufschwung ist ungleichmäßig und spiegelt größtenteils eine starke Erholung in einigen großen Volkswirtschaften wider", warnte die Weltbank in ihrem Bericht. Viele Schwellen- und Entwicklungsländer kämpften immer noch mit vielen Corona-Neuinfektionen, Hindernissen bei der Impfung und dem Entzug staatlicher Hilfen.

Konjunkturhilfen „in Friedenszeiten beispiellos"

Die Weltbank hob ihre Prognose für das Wachstum der US-Wirtschaft von 5,5 auf 6,8 Prozent an. Das wäre das größte Plus seit 1984. Die Aufwärtskorrektur gehe im wesentlichen auf die billionenschweren Konjunkturhilfen zurück, die sie als „beispiellos in Friedenszeiten" bezeichnet. Die Erwartungen für die Euro-Zone wurden von 3,6 auf 4,2 Prozent heraufgesetzt, die Prognose für China von 7,9 auf 8,5 Prozent. 2022 soll die Weltwirtschaft um 4,3 Prozent zulegen, 2023 dann um 3,1 Prozent.

Die Organisation wies zudem auf Risiken durch den steigenden Inflationsdruck hin. „Wenn dieser Anstieg vorübergehend ist und die Inflationserwartungen gut verankert bleiben, rechtfertigt dies möglicherweise keine geldpolitische Reaktion", hieß es in dem Bericht. Sollte sich das ändern, könnten die Zentralbanken der Schwellenländer zu Zinserhöhungen gezwungen sein. Teurere Kredite wiederum könnten die konjunkturelle Erholung bremsen.