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Die Religionsgemeinschaften (im Bild Ümit Vural, Präsident der Israelitischen Glaubensgemeinschaft, sowie Schlomo Hofmeister, Rabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde, v.l.n.r.), haben sich bereiterklärt, ethische Grundfragen in die Lehrpläne ihres Religionsunterrichts aufzunehmen.
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Unterrichtsfach

Ein bisschen Ethik für alle

Wer keinen Religionsunterricht besucht, hat künftig Ethik – und ethische Fragen fließen wiederum in die Religionsstunden ein. Damit ist allerdings nicht jeder zufrieden.

Ein bisschen Ethik für alle: Das gibt es ab Herbst verpflichtend in allen Oberstufen. Wie Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) am Montag bekannt gegeben hat, müssen all jene Schüler, die keinen Religionsunterricht besuchen, zukünftig in eine Ethikstunde. Und: Der konfessionelle Religionsunterricht wird um ethische Fragen ergänzt („Die Presse“ berichtete).

Damit sind nicht alle zufrieden – unter anderem etwa die Proponenten des Volksbegehrens „Ethik für alle“, das knapp 160.000 Unterschriften erreicht hat und das am Mittwoch im Unterrichtsausschuss des Parlaments behandelt wird. Die wichtigsten Fragen.

Wer muss ab Herbst verpflichtend den Ethikunterricht besuchen?

Als Schulversuch gibt es den Ethikunterricht für jene, die keinen Religionsunterricht besuchen, seit mehr als 20 Jahren – zuletzt an 233 Standorten in Österreich. Die türkis-grüne Bundesregierung macht dieses Modell nun ab 2021/22 flächendeckend – aufsteigend ab der neunten Schulstufe. Damit sollen Schüler, die den Religionsunterricht nicht besuchen, zwei Stunden pro Woche in ethischen Grundfragen unterrichtet werden.