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Theaterkritik

Akademietheater: Macbeth und die Grazer Amokfahrt

Er verkörpert Macbeth und den Grazer Amokfahrer, Wittgenstein, den Moderator und vielleicht auch sich selbst: Philipp Hauß (rechts unten an der Bühnentechnik) gibt im Akademietheater sogar sich selbst (links oben) Feuer.
Er verkörpert Macbeth und den Grazer Amokfahrer, Wittgenstein, den Moderator und vielleicht auch sich selbst: Philipp Hauß (rechts unten an der Bühnentechnik) gibt im Akademietheater sogar sich selbst (links oben) Feuer.(c) Marcella Ruiz Cruz
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Wittgensteins Tractatus als Überbau für Theater, das sich selbst seziert: Das überzeugt nicht wirklich. Doch „Alles, was der Fall ist“ im Akademietheater hat intensive Momente.

Er wolle das Theater digitalisieren, die Technik ausreizen: Mit diesem Vorsatz hat sich Kay Voges, der neue Direktor des Volkstheaters, vorgestellt. Die neue Produktion des (von Burgchef Martin Kusej geleiteten) Akademietheaters wirkt, als ob sie zeigen sollte: Was die Konkurrenz will, das können wir schon lange! „Alles, was der Fall ist“ ist eine imposante, dabei stellenweise poetische Leistungsschau einer Bühne, die abwechselnd – oder zugleich – ein realer und ein virtueller, ein projizierter Raum ist. Ein Raum, in dem, wie das im Theater sein soll, alles passieren kann.