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TV-Tipp zu H. C. Artmanns 100. Geburtstag

Herr Ober, zwei Mocca
Herr Ober, zwei Mocca(c) ORF (Ali Schafler)
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Zu Artmann, der die Lyrik aus dem Elfenbeinturm holte und ins Volk warf, ist am Montag eine Kulturdokumentation zu sehen.

Als vulgärer Dialektdichter wurde er beschimpft, heute gilt er als einer der ersten unter den großen österreichischen Erfindern einer neuen Sprache und die Titel seiner Bücher sind geflügelte Worte („Med ana schwoazn Tinten“): H. C. Artmann hätte heuer seinen 100. Geburtstag gefeiert. Zwischen der Lust zum Fabulieren und einer eigensinnigen Surrealismus-Variante bewegte sich der gebürtige Breitenseer mit seiner „Mund-Art“. Nicht nur die in der Lyrik Bewanderten liebten ihn, sondern auch das sogenannte Volk. Als Vortragender seiner Texte war Artmann überdies jahrzehntelang ein Original und ein Publikumsliebling.

Gustav W. Trampitsch, der schon viele großartige Kulturdokumentationen gedreht hat, folgte Artmann in „Freibeuter der Sprache“ auf seinem Lebens-und Arbeitsweg. Ulrich N. Schulenburg, der Verleger der österreichischen Schriftsteller-Avantgarde der Nachkriegszeit, öffnete für den Film sein Privatarchiv. Und auch Kollegen wie Peter Rosei, Artmanns Witwe Rosa Pock-Artmann sowie Nachfahren in Artmann-Poetik wie der Musiker Ernst Molden kommen in der Doku zu Wort.

H. C. Artmann (1929-2000), einer der großen österreichischen Erfinder von Sprache aus der gewichtigen Generation der Schriftsteller der Nachkriegszeit. Damals hatten zwar noch die Männer das Sagen, aber von Friederike Mayröcker bis Elfriede Jelinek machten sich die Frauen schon stark - und auf den Marsch durch die Institutionen.  

Artmann-Doku zum 100. Geburtstag am 14. 6., ORF 2, 23.40 Uhr

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