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Asylwerber unter Generalverdacht

Flüchtlinge auf Lesbos
Flüchtlinge auf LesbosREUTERS
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Die Pläne zu Asylzentren sind völkerrechtlich und humanitär zweifelhaft.

Kaum wird die Migration stärker, tauchen Ideen auf, es Menschen auf der Flucht zu verunmöglichen, in Europa zu bleiben. Der jüngste dänische Vorstoß, Asylwerber außerhalb des Landes in Zentren zu verfrachten, ist völkerrechtlich umstritten. Er lässt vergessen, warum es eigentlich einen Anspruch auf Schutz gibt, der vor wenigen Jahrzehnten auch vielen Europäern das Leben gerettet hat. Es gibt ihn, weil nach wie vor Menschen auf dieser Welt verfolgt werden. Es geht um ihre Sicherheit und um ihr Leben.

Mit dem neuen Vorstoß sollen aber Menschen, die möglicherweise Schutz bedürfen, präventiv abgeschoben und kaserniert werden, obwohl ihr Asylantrag noch gar nicht geprüft ist. Selbst bei einem späteren positiven Asylbescheid soll ihnen die Aufnahme nicht garantiert werden. Die Last sollen Drittstaaten tragen, die Zielländer der Flucht nehmen sich damit gegen Bezahlung aus der Verantwortung. Wohin das führt, belegen die Zustände in libyschen Lagern, wo Menschen misshandelt und vergewaltigt werden.