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Onlinehandel

Britische Wettbewerbsaufsicht will Amazon unter die Lupe nehmen

Dem US-Versandriesen droht ein neuerliches Wettbewerbsverfahren.
Dem US-Versandriesen droht ein neuerliches Wettbewerbsverfahren.APA/AFP/JOHANNES EISELE
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Dem US-Versandriesen droht ein weiters Wettbewerbsverfahren. Es besteht der Verdacht, dass Käufern bevorzugt jene Händler empfohlen werden, die Amazons Logistikdienste nutzen.

Nach der Europäischen Union droht dem US-Versandriesen Amazon nun auch in Großbritannien ein Wettbewerbsverfahren. Die britische Aufsichtsbehörde CMA (Competition and Markets Authority) habe sich die Nutzung von gesammelten Daten auf der Plattform des Konzerns seit Monaten angeschaut und plane nun ein formelles Verfahren, unter anderem wegen möglicher Bevorzugung bestimmter Händler. Das berichtet die "Financial Times" am Donnerstag unter Berufung auf mehrere informierte Personen.

Dabei könnte es darum gehen, dass Amazon auf der Plattform womöglich solche Händler bevorzugt den Käufern empfiehlt, die auch die Logistikdienste von Amazon nutzen. Zeitpunkt und Umfang des Verfahrens seien aber noch in Arbeit.

Die EU-Kartellwächter in Brüssel hatten Amazon im November vorgeworfen, nicht-öffentliche Geschäftsdaten von unabhängigen Händlern systematisch für das eigene Einzelhandelsgeschäft zu nutzen. Amazon bietet auf seiner Handelsplattform nicht nur Waren auf eigene Rechnung an, sondern auch für Dritte, die den Online-Katalog für ihren Verkauf nutzen. Eine Untersuchung hatte die EU bereits im Juli 2019 eingeleitet. Sowohl CMA als auch Amazon wollten der "FT" zu den Informationen keinen Kommentar abgeben.

 

(APA/dpa-AFX)