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Zertifikat

Grüner Pass mit QR-Code in Betrieb - und eine Webapp zum Auslesen

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Ein funktionstüchtiger Grüner Pass wird sich wohl noch weiter verspäten.(c) APA/BARBARA GINDL (BARBARA GINDL)
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Getestete und Genesene bekommen ihn seit Donnerstag: Den Grünen Pass als EU-konformen QR-Code. Geimpfte müssen noch warten. Mittlerweile gibt es auch eine App zum Auslesen des Codes.

Der elektronische Grüne Pass mittels QR-Code ist seit dem heutigen Donnerstag in Betrieb, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Allerdings können die Zertifikate mit EU-konformen QR-Codes vorerst nur für Genesene und Getestete digital erstellt und abgerufen werden, für Geimpfte wird das erst in einem nächsten Schritt der Fall sein. Wann das möglich wird, steht noch nicht genau fest, es soll aber spätestens mit der EU-Regelung am 1. Juli so weit sein.

Für getestete Personen wird das Testergebnis auf dem Zertifikat mit den Begriffen "nachgewiesen" oder "nicht nachgewiesen" dargestellt. Das bedeutet, dass eine Infektion mit dem Coronavirus im ersten Fall gegeben ist und im zweiten nicht nachweisbar war. Mit diesen Begriffen folgt Österreich der entsprechenden EU-Richtlinie. Die Genesungszertifikate enthalten das Datum des ersten positiven Tests sowie das Datum, ab wann das Zertifikat gültig ist bzw. die sechs Monate danach bis zum Ende der Gültigkeit.

Die Zertifikate gelten innerhalb Österreichs, wie schon in den vergangenen Wochen, weiterhin als Eintrittstests für Gastronomie, Kultur etc. Ergänzend zu den neuen Zertifikaten bleiben auch die bisher gewohnten Nachweise in analoger bzw. ausgedruckter Form gültig.

Das Gesundheitsministerium bekräftigt, dass die Impfzertifikate im EU-Standard "in einem nächsten Schritt" dazukommen. Ein digitaler Nachweis der Impfung kann jedoch bereits jetzt mit Handysignatur oder Bürgerkarte aus dem e-Impfpass erstellt und heruntergeladen werden.

Ab Anfang Juli sollen die Zertifikate auch europaweit lesbar sein und damit das Reisen erleichtern. Für Personen, die sich die Zertifikate im EU-Standard bis Juli nicht selbst mit Handy-Signatur oder Bürgerkarte unter https://gesundheit.gv.at herunterladen können, gibt es alternative Möglichkeiten. Testzertifikate können direkt in den Teststellen, Genesungszertifikate künftig bei einigen Gemeinden, Städten, Bezirksverwaltungsbehörden und Elga-Ombudsstellen ausgedruckt werden.

App zum Auslesen verzögerte sich

Eine App für Android und iOS, die die QR-Codes auch lesen kann, ist noch nicht fertig. Einen Erscheinungstermin für sie gibt es noch nicht. Daneben gibt es aber eine Webapp unter https://qr.gv.at, mit der sich der Covid-Status überprüfen lässt.

Daneben hatten die Bundesländer und Gemeinden bereits am Mittwoch beklagt, dass die Bezirksämter und die Kommunen nicht rechtzeitig eingebunden worden seien und daher diese Hilfestellung noch nicht leisten könnten. Am Donnerstag erklärten auch die Patientenanwälte, bei denen die Elga-Ombudsstelle angesiedelt sind, dass sie das nicht schaffen. Im Ö1-"Morgenjournal" sagte die Wiener Patientenanwältin Sigrid Pilz, dass ihre Einrichtungen weder das nötige Personal noch die Kompetenz dazu hätten. Sie forderte das Gesundheitsministerium auf, kompetente Servicestellen einzurichten.

Diese Kritik versuchte das Gesundheitsministerium am Donnerstag zu zerstreuen: Eine Sprecherin des Ressorts erklärte, dass man allen Gemeinden und Elga-Ombundsstellen Unterstützung angeboten habe. Gleichzeitig verwies das Ressort aber auch darauf, dass es sich bei der Möglichkeit der Gemeinden, Bezirksämter und Elga-Ombudsstellen zum Ausdruck von Zertifikaten um "eine Kann-Bestimmung und keine Verpflichtung" handle. "Den Behörden steht es somit frei, diesem Auftrag nachzukommen." Das Gesundheitsministerium betonte aber, dass es mit allen Stellen, die den Bürgerinnen und Bürgern dieses Service bieten wollen, in engem Austausch stehe und sie nach Kräften unterstütze. Außerdem habe man den Gemeinden und Elga-Ombudsstellen auch entsprechende Handbücher geschickt.

(APA/Red.)