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Der Podcast zu den Events um die #nextlevel-Inititative

#nextlevel: Digitalisierungsturbo in der Finanzwirtschaft

Expertentalk. Wie verändert die digitale Transformation die Finanz- und Versicherungslandschaft? In welchen Bereichen investieren Unternehmen und was dürfen sich Kunden erwarten?

Antworten lieferten im Rahmen der Initiative #nextlevel Helmut Fallmann, Mitgründer und Vorstandsmitglied der Fabasoft AG, Erich Lehner, Managing Partner Markets bei EY Österreich, Paul Lubusch, Geschäftsführer von IT Finance Consulting, Sonja Steßl, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen Versicherung, und Thomas Wang, Mitglied der Geschäftsleitung der Funk Gruppe.

 

Die Digitalisierung,  getrieben vom technologischen Fortschritt, sich verändernden Kundenbedürfnissen und neuen innovativen Playern am Markt, hat längst auch die Finanz- und Versicherungswirtschaft erfasst. Neu an der jüngsten, von der Corona-Krise beschleunigten Entwicklung ist das Tempo der Transformation, das die Protagonisten der Branche zu Reaktionen drängt. Dazu Erich Lehner, Managing Partner Markets bei EY Österreich: „Bei unseren regelmäßigen Untersuchungen des Konsumentenverhaltens am Finanzmarkt haben wir dieses Mal Antworten von Kunden vor und nach der Corona-Krise verglichen. Der Zuwachs bei der Anzahl von online durchgeführten Beratungen und Vertragsabschlüssen ist bemerkenswert. Das spiegelt den Digitalisierungsturbo wider, der in der Pandemiephase gezündet wurde.“

Kooperation mit Start-ups

Auf den Zug der Zeit ist man beispielsweise bereits bei der Wiener Städtischen Versicherung aufgesprungen, wie Vorstandsdirektorin Sonja Steßl erklärt: „Wir haben schon 2019 mit viesure unser eigenes Innovationshub gegründet und verfolgen dabei das Ziel, schneller auf Kundenbedürfnisse, Trends und Veränderungen am Markt zu reagieren. Ebenfalls seit 2019 sind wir Founding Partner der weltweit führenden Innovations-Plattform Plug and Play Tech Center aus dem Silicon Valley. Mit dieser Kooperation können wir auf der Suche nach besonderen digitalen Lösungen die bestmögliche herausfiltern, indem wir Zugriff auf ein Netzwerk von über 15.000 vorab geprüften Start-ups haben.“ Neue Lösungen seien in nächster Zeit vor allem im eHealth-Bereich zu erwarten. In den kommenden Jahren plant die Wiener Städtische, größte Einzelgesellschaft der internationalen Versicherungsgruppe Vienna Insurance Group Wiener Versicherung Gruppe (VIG), insgesamt 100 Millionen Euro in Digitalisierungsprozesse zu investieren.

Innovationen auf digitaler Basis forciert man ebenfalls bei der Funk Gruppe, einem global aktiven Versicherungsmakler und Risikoberater. „Innovation geschieht in vielfältiger Art. Wir innovieren unternehmensintern und setzen zugleich auf komplementäre Kooperationen mit Industrie und Start-ups“, sagt Thomas Wang, Mitglied der Geschäftsleitung. Dass unternehmensinterne, Start-up ähnliche Abteilungen Vor- und Nachteile haben, betont Paul Lubusch, Geschäftsführer von IT Finance Consulting, einem Beratungs- und Softwareunternehmen mit Fokus auf die Leasingindustrie in Mittel- und Osteuropa: „In großen Organisationen sorgen die Strukturen natürlich für eine gewisse Verlangsamung der Prozesse. Andererseits erweist sich ein zweimaliges Überlegen oftmals als sinnvoll.“ Wichtig sei jedenfalls die Zusammenarbeit, um gemeinsam Grenzen überschreiten zu können. 

Fließende digitale Prozesse

Durchgängig transparente digitale Prozesse wünscht sich Helmut Fallmann, Mitgründer und Mitglied des Vorstands der Fabasoft AG. Das Linzer Unternehmen ist einer der führenden Software-Spezialisten Europas, wenn es um dokumentenintensive Geschäftsprozesse geht. „Es geht vor allem um die Gestaltung der Customer Journey. Privatkunden und Businesskunden sollen sich erwarten können, dass ihre Reise vom Angebot über den Vertragsabschluss bis hin zur Nachbetreuung digital ablaufen kann“, sagt Fallmann und bringt ein Beispiel aus der Autobranche: „Ich hätte gern, dass man zum Auto ein Angebot mit Eckdaten bekommt, wie sie das Versicherungs- und Leasing-IT-System benötigt. Das soll vergleichbare Daten liefern und transparent zeigen, was im Paket alles inkludiert ist, bis hin zu den Details des Wartungsvertrags. Das alles muss digital fließen.“

Am Ende wäre die letzte Spur von Physischem das Autokennzeichen – und selbst da bietet sich als Ersatz ein Display an, damit man sich künftig auch die Kennzeichenhinterlegung ersparen kann. Dass bei personenbezogenen Informationen der Datenschutz eine große Rolle spielt, verstehe sich dabei laut Fallmann von selbst: „Es geht um die Kombination aus Transparenz, Informationssicherheit und Datenschutz. Ich bin ein großer Freund von externen Audits zur Einhaltung strikter Datenschutzregime im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung DSGVO. Von Unternehmen und der öffentlichen Hand angebotene Services sollen harten externen Prüfungen unterzogen werden.“

 

INITIATIVE #NEXTLEVEL

Fabasoft ist auf der Suche nach Beteiligungsmöglichkeiten.
Der Bewerber sollte folgende Kriterien erfüllen:

• Die digitalen Lösungen sollen Optimierungen für dokumentenintensive Branchen bringen.

• Der Unternehmenssitz liegt in der DACH-Region oder im benachbarten Ausland.

• Der Umsatz beträgt ab rund zwei Millionen Euro aufwärts.

• Die Unternehmer tragen die Verantwortung für ihren Betrieb und sind maßgeblich für das bisherige Wachstum verantwortlich.

• Sie tragen das wirtschaftliche Risiko und halten wesentliche Anteile am Unternehmen.

Bewerbung:
Wer als Digitalunternehmerin oder Digitalunternehmer davon ausgeht, die Anforderungen für eine Fabasoft-Kooperation zu erfüllen, kann  schriftlich  unter  nextlevel@at.ey.com Kontakt aufnehmen.

Weitere Information zur Initiative und zum Anmeldeprozess unter: diepresse.com/nextlevelinitiative