Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Park

Hörmuseum für den Dichter

Künstler und Kulturvermittler Dominik Nostitz hat sich das Audio-Museum ausgedacht.
Künstler und Kulturvermittler Dominik Nostitz hat sich das Audio-Museum ausgedacht.Clemens Fabry
  • Drucken

Botschaften von Elfriede Jelinek, Teresa Präauer oder Rosa Artmann vermitteln in Wien Penzing einen Eindruck in die Welt von H. C. Artmann.

Die Idee für ein unsichtbares Museum hatte Dominik Nostitz eigentlich schon vor zwölf Jahren. „Aber das ist in der Schreibtischschublade gelandet“, sagt er. „Als dann wegen Corona alles abgesagt wurde, hat sich der Schreibtisch wieder geöffnet, ich habe ein bisschen Antworten auf die Zeit gesucht – und dann stand der 100. Geburtstag von H. C. Artmann an.“ Zu diesem Anlass bekommt Artmann also nun ein Museum – wenn auch kein klassisches.

In dem Park in Wien Penzing, der vergangenes Jahr nach Artmann benannt wurde, können Besucher ab Samstag mittels Audiobotschaften in das Leben und Werk des verstorbenen Dichters eintauchen. „Es ist sozusagen wie eine Ausstellung, aber statt Bildern gibt es akustische Wortspenden, die man per Handy-App abrufen kann“, sagt Nostitz. Und während man in einem Museum von einem Kunstwerk zum nächsten streift, geht man hier von einer Botschaft zur nächsten. Und je nachdem, wo man sich befindet, taucht ein bestimmter Beitrag auf.