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Filmfestival

Diagonale: Die Filmkultur wacht wieder auf

Die Filmfestivals flirren wieder, es wird auch getanzt: Etwa in Evi Romens „Hochwald“, der bei der heurigen Diagonale als Bester Spielfilm ausgezeichnet wurde.
Die Filmfestivals flirren wieder, es wird auch getanzt: Etwa in Evi Romens „Hochwald“, der bei der heurigen Diagonale als Bester Spielfilm ausgezeichnet wurde.Anna Hawliczek/Carolina Steinbrecher
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Am Sonntag endete die 23. Diagonale, eine Corona-Rückblende samt Aussicht auf Neuanfang. Üppig: Der Porträtfilm-Fundus – darunter auch die Komödie „Sargnagel“.

Gähnende Leere im Kinosaal, keine Menschenseele im Foyer. Das mit dem Zusperren ging „von heute auf morgen, Zack Brack“, meint die Frau an der Theke. Sie kommt jeden Tag, um Popcorn zu verkaufen. Besser, als daheim herumzusitzen. Ringsum steht die Welt still. Leere Plätze und Gebäude, Friedhofsruhe. Das burgenländische Oberwart wirkt in Kristina Schranz' „Vakuum“ wie im Wachkoma gefangen.

Gedreht wurde die Doku im ersten Lockdown: Das Stimmungsbild eines unwirklichen Schwebezustands. Vergangene Woche feierte sie Österreich-Premiere bei der Diagonale in Graz. Und mutete dort an wie Flaschenpost aus uralten Zeiten. Denn beim Festival des österreichischen Films (das im März 2020 abgesagt werden musste und dieses Jahr in den Juni verschoben wurde) erwachte die heimische Laufbildevent-Normalität langsam wieder zum Leben.