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Coronavirus

Ausbreitung der Delta-Variante macht Öffnungspläne in England zunichte

Die Engländer haben in den letzten Wochen einige Freiheiten wieder erlangt, der letzte Schritt wird durch steigende Fallzahlen dank der Delta-Variante aber verzögert.
Die Engländer haben in den letzten Wochen einige Freiheiten wieder erlangt, der letzte Schritt wird durch steigende Fallzahlen dank der Delta-Variante aber verzögert.APA/AFP/NIKLAS HALLE'N
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Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante, dürfte Premierminister Johnson den „Tag der Freiheit“ mehrere Wochen verschieben. Gegen eine Erkrankung mit dieser Coronavirus-Mutante ist die zweite Teilimpfung besonders wichtig.

Der britische Premierminister Boris Johnson will Medienberichten zufolge die Corona-Maßnahmen in England wegen der Ausbreitung der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante verlängern. Der bisher für den 21. Juni geplante "Tag der Freiheit" solle um bis zu vier Wochen aufgeschoben werden, meldeten verschiedene britische Medien am Montag. Mit einer offiziellen Ankündigung des Regierungschefs wurde am Abend gerechnet.

Geplant war bisher, dass am Montag nächster Woche alle noch geltenden Kontaktbeschränkungen aufgehoben werden. Geschäfte und Gastronomie haben bereits seit Wochen wieder geöffnet. Die anderen Landesteile Schottland, Wales und Nordirland haben eigene Corona-Regeln, die sich jedoch nur geringfügig von denen in England unterscheiden.

Obwohl die britische Impfkampagne weit vorangeschritten ist und bereits mehr als 56 Prozent der Erwachsenen voll geimpft sind, hat die Delta-Variante die Infektionszahlen im Land wieder in die Höhe schnellen lassen. Nachdem wochenlang nur sehr wenig Neuinfektionen gezählt wurden, liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz nun wieder bei knapp 65. Der Wert spiegelt die Zahl der neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche wider.

Nachklubs müssen bangen

Durch die letzte geplante Lockerungsstufe hatten etwa Nachtklubs wieder aufsperren und Theater wieder ihre Säle voll besetzen können. Gastronomie und Geschäfte haben in England bereits seit Wochen wieder auf.

Bei der Delta-Variante gilt die zweite Dosis als noch entscheidender für einen wirksamen Schutz. Nach nur einer Impfdosis fällt die Schutzwirkung der Impfstoffe ersten Erkenntnissen zufolge deutlich geringer aus. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg in Großbritannien zuletzt wieder auf über 50, nachdem sie wochenlang sehr niedrig war. Die Delta-Variante macht mittlerweile die große Mehrheit der Fälle aus. Wissenschafter warnen trotz der hohen Impfquote vor einer massiven dritten Corona-Welle.

Schottland, Wales und Nordirland, die anderen Landesteile Großbritanniens, entscheiden eigenständig über ihre Corona-Maßnahmen, die sich aber nur im Detail unterscheiden. Teilweise sind dort geplante Lockerungen wegen der Ausbreitung der Delta-Variante bereits verschoben worden.

(APA/dpa)