Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
EU/Großbritannien

Brexit: In Nordirland geht es jetzt um die Wurst

Boris Johnson hat den Brexit-Vertrag als seinen großen Verhandlungserfolg gefeiert. Nun schiebt er die Verantwortung für den Deal von sich.imago images/Belga
  • Drucken

Anstatt den G7-Gipfel für Deeskalation zu nutzen, hat Großbritanniens Premier Boris Johnson den Konflikt mit der EU weiter angefacht. Die Zweifel an der britischen Vertragstreue mehren sich, die Gefahr eines Handelskriegs wächst.

London/Brüssel. Das gute Zureden von US-Präsident Joe Biden nutzte nichts: Anstatt den seit Jahresbeginn schwelenden Konflikt um die Umsetzung des EU-Austrittsabkommens zu entschärfen, hat Großbritanniens Premier, Boris Johnson, das Feuer am Wochenende weiter angefacht. Am Rande des G7-Gipfels im südenglischen Cornwall stellte Johnson klar, dass er die britischen Verpflichtungen im Umgang mit dem Warenverkehr zwischen Nordirland und dem Rest des Vereinigten Königreichs für inakzeptabel erachte. Er werde alles tun, um die „territoriale Integrität“ seines Landes zu wahren, sagte der Regierungschef am Sonntag, während Außenminister Dominic Raab den Europäern vorwarf, sie würden Nordirland als eine von Großbritannien separierte Entität behandeln.