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Antrag abgelehnt

Weinstein-Überstellung nach Los Angeles steht bevor

(c) APA/AFP/JOHANNES EISELE (JOHANNES EISELE)
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Dem Ex-Filmmogul drohen wegen eines erneuten Prozesses weitere Jahre Haft.

Der im Gefängnis sitzende verurteilte Sexualstraftäter und Ex-Filmmogul Harvey Weinstein könnte in den kommenden Wochen wegen weiterer Vorwürfe mehrerer Frauen nach Kalifornien gebracht werden. Ein Richter im Bundesstaat New York lehnte am Dienstag einen Antrag der Anwälte des 69-Jährigen ab, der sich gegen den Transport gerichtet hatte, berichteten mehrere US-Medien übereinstimmend. Demnach könnte eine Überstellung noch im Juni, eher aber im Juli anstehen.

Ankläger in Kalifornien wollen Weinstein in Los Angeles aufgrund von Anschuldigungen von fünf Frauen den Prozess machen. Dies könnte Weinstein weitere Jahre in Haft einbringen. Seine Verurteilung im vergangenen Jahr in New York markierte einen Meilenstein der US-Rechtsgeschichte. In dem aufsehenerregenden Fall, durch den die #MeToo-Bewegung maßgeblich mit ausgelöst wurde, hatte die Jury den Zeugenaussagen von mehreren Frauen entgegen Weinsteins Unschuldsbeteuerungen und trotz des Mangels an Beweisen geglaubt.

Der Ex-Produzent war wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung zu 23 Jahren Haft verurteilt worden. Selbst die Vereinten Nationen (UNO) sprachen von einem "Wendepunkt" im Umgang mit Opfern sexueller Gewalt. Weinstein sitzt die Strafe derzeit in einem Gefängnis im Bundesstaat New York ab.

(APA/dpa)