Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Gastkommentar

Mit Digitalisierung wird ein gutes Qualitäts- und Risikomanagementsystem noch wichtiger

Stefan Haas ist CEO der TÜV Austria Group(c) TÜV Austria/ Saskia Jonasch
  • Drucken

Die Coronapandemie wurde zu einem weltweiten Stresstest. Für Unternehmen, Organisationen, Regierungen – die Gesellschaft insgesamt.

Gleichzeitig machte die durch Corona ausgelöste Wirtschaftskrise in den vergangenen 16 Monaten auch mehr denn je deutlich, was Resilienz, Qualitäts- und Risikomanagement, eine starke Eigenkapitalausstattung bedeuten. Wie wichtig es ist, nicht nur reaktiv gegen die Folgen von Krisen vorzugehen, sondern aktiv unter sich rasch ändernden Rahmenbedingungen auch Wettbewerbsvorteile, etwa durch ein Vorantreiben digitaler Technologien und moderner Produktionstechnologien sowie der Entwicklung von innovativen Energie- und Mobilitätstechnologien, zu generieren.

Corona war ein Innovationstreiber, beschleunigte mobiles und digitales Arbeiten und zeigte, dass jene Unternehmen, die digitale Transformation bereits seit Längerem forcieren, deutlich mehr Zukunftschancen haben. Wir unterstützen Unternehmen, ihre Ziele zu erreichen, mit unseren digitalen Lösungen, Plattformen und Innovationen.

Die fortschreitende Digitalisierung in allen Lebensbereichen eröffnet aber nicht nur Chancen und Möglichkeiten für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Weiterentwicklung, die Opportunitäten des technischen Fortschritts schaffen auch neue Bedrohungen. Die digitale Kriminalität stellt tagtäglich eine ernst zu nehmende Bedrohung für Unternehmen, deren technische Anlagen, Produktions- und Organisationsabläufe, für Mitarbeiter und Kunden dar.

Datensicherheit, IT-Sicherheit, ein im Unternehmen richtig gestaltetes, durchgängig gelebtes und dokumentiertes Qualitäts- und Risikomanagementsystem schützen und steigern Unternehmenswerte. Allesamt sind sie somit wesentliche Bestandteile für ein strukturiertes, zukunftsorientiertes – und sicheres – Auftreten auf dem Markt.

Auf Erfahrungen und Maßnahmen zur Risikosteuerung aus der Vergangenheit zurückzugreifen ist wichtig, noch viel wichtiger ist jedoch eine vorausschauende und umfassende Risikokultur hinsichtlich Identifikation, Bewertung, Kommunikation und Steuerung von Risken. Zu einem erfolgreichen Risiko- und Qualitätsmanagement gehörten zudem eine qualifizierte Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genauso wie die Implementierung von Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheitsanalysen.

Der bei Austria's Leading Companies integrierte TÜV-Austria-Qualitäts-und-Sicherheitscheck bringt den daran teilnehmenden Unternehmen, vom regionalen Champion bis hin zu international erfolgreichen Konzernen, daher nicht nur wertvolle Bonuspunkte, er macht diesen Eckpfeiler des unternehmerischen Erfolgs auch deutlich sichtbar. Qualität und Sicherheit sind mehr als Wettbewerbsfaktoren, beides durchdringt längst alle Bereiche der Wirtschaft – vom Trinkwasser und Datenschutz bis zur Anlagensicherheit, vom Arbeitsschutz und sicheren Produkten bis zu Gesundheitseinrichtungen. Die Coronapandemie erforderte und erfordert, gerade auch jetzt auf der letzten Etappe der Bewältigung der Krise, Mut, Zuversicht und Stärke, um als Gesellschaft und Wirtschaft wieder zu wachsen, um die Zukunft erfolgreich zu gestalten. Qualität und Sicherheit waren und sind das Bewusstsein unserer Unternehmen, sie werden auch jetzt zum Erfolgsfaktor für Österreichs Wirtschaft.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.06.2021)