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1. Platz:

Mondi zeigt sich innovativ und nachhaltig

Mondi-Frantschach-Finanzchef Tobias Sollanek (l.) und Mondi-Frantschach-GeschäftsführerGottfried Joham. Mitte: Erzeugt werden Sackkraftpapiere – außerdem ist Frantschach wichtiger Forschungsstandort der Mondi-Gruppe.(C) Mondi Frantschach, Rene Knabl
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Die Mondi Frantschach GmbH in Kärnten feiert heuer 140-Jahr-Jubiläum. Der Papier- und Zellstoffspezialist hat aber auch abseits dieser stolzen Geschichte allen Grund zu feiern.

Mondi Frantschach im Lavanttal ist Teil der Mondi Group. Seit 1881, also exakt 140 Jahren, werden in Frantschach Zellstoff und hochwertige Verpackungspapiere hergestellt. Damit ist Mondi Frantschach ein Papier- und Zellstofflieferant für nationale wie internationale Verpackungshersteller und Verarbeitungsbetriebe mit einem eigenen Forschungs- und Entwicklungslabor und zählt zu Kärntens bedeutendsten Arbeitgebern.

Besonders stark spürt das Unternehmen die Nachfrage nach nachhaltigen Verpackungslösungen. Geschäftsführer Gottfried Joham erklärt das folgendermaßen: „Unser Sackkraft- und Spezialkraftpapier ist die Basis für innovative Verpackungen wie Papiertragetaschen, Brotsackerln oder Zementsäcke, mit denen Menschen täglich in Kontakt sind. Zusätzlich erzeugen wir Spezialzellstoffe, aus denen beispielsweise Kaffeefilter hergestellt werden.“

Mondi ist dabei, eine neue Generation von Verpackungspapieren zu entwickeln. „Unsere Spezialkraftpapiere werden schon jetzt für Lebensmittelverpackungen verwendet. Mit Performing, einer papierbasierten Verpackung für Schnittkäse, haben wir eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Kunststoffverpackungen auf den Markt gebracht.“ Rund 90 Prozent der Produkte gehen in den Export in weltweit über 60 Länder. „Man findet unser Papier sogar in Australien oder Südamerika. Große Mengen unserer Verpackungspapiere gehen nach Übersee und kommen um die ganze Welt.“

Die vergangenen Jahre standen besonders stark im Zeichen der Nachhaltigkeit. Aber auch zukünftig will Mondi Frantschach dem Thema treu bleiben. Auch gegenwärtig wird intensiv in Projekte wie etwa in kreislauforientierte Verpackung und Maßnahmen gegen den Klimawandel investiert und experimentiert. Aber genauso stehen beim Kärntner Unternehmen Innovation und Digitalisierung sowie ein zukunftsorientieres, motiviertes und inklusives Team im Mittelpunkt.

Die Mitarbeiterzahl konnte auch über die Coronakrise konstant gehalten werden, und das Unternehmen beschäftigt mehr als 450 Personen. Was sich ebenfalls nicht verändert hat: das Bestreben, täglich Höchstleistungen zu erbringen. Dahinter sieht Joham eines der Erfolgsgeheimnisse: „Aber auch der Fokus auf die Stärkung unseres diversifizierten Produktmixes. Mit unseren Kraftpapieren und Spezialzellstoffen unterstützen wir unsere Kunden, einen Beitrag zu einer besseren Welt zu leisten.“

 

Krise gut gemeistert

Die Coronapandemie hat Mondi Frantschach trotz aller Herausforderungen mit entsprechenden Maßnahmen und Vorkehrungen sehr gut überstanden. Der Betrieb kann als systemrelevant eingestuft werden. Die Erzeugnisse von Mondi Frantschach tragen zur Versorgung mit Artikeln des täglichen Lebens bei. Aber nicht nur das. Mit der Abwärme der Papier- und Zellstoffproduktion deckt Mondi Frantschach sogar den Wärmebedarf des Fernwärmenetzes Wolfsberg und des Krankenhauses. Damit leistet das Unternehmen auch einen Beitrag zur Grundversorgung der Bevölkerung.

Joham betont aber auch, dass die Coronakrise nicht nur negative Seiten hatte. Es ist offensichtlich, dass die Coronapandemie die Digitalisierung in der Wirtschaft beschleunigte. Bei Mondi Frantschach habe man diese Chance ganz bewusst genutzt. Innerhalb des Konzerns gilt der Kärntner Standort sogar als „role model digital factory“. In der Papiererzeugung ist der Automatisierungsgrad sehr hoch. „Wobei wir getreu dem Motto ,Our People Make Us Smart, Technology Makes Us Efficient‘ agieren“, sagt Joham.

Aber auch bei seinem Internetauftritt beweist Mondi, dass man mit der Zeit geht. So ist das Unternehmen kontinuierlich auf sozialen Medien unterwegs, um die unterschiedlichsten Zielgruppen abzuholen.

 

Ständig weiterentwickeln

Der Lavanttaler Papier- und Zellstoffspezialist gibt sich mit erzielten Erfolgen nicht zufrieden und versucht stets, neue Meilensteine zu setzen. Stillstand kennt man in Kärnten nicht. So hat Mondi Frantschach nicht nur beim ALC den ersten Platz in der Kategorie International belegt, sondern inzwischen auch weitere Auszeichnungen erhalten. Darunter etwa mehrfach das Gütesiegel Betriebliche Gesundheitsförderung, die Auszeichnung zum familienfreundlichen Betrieb als auch Nominierungen zum Innovationspreis Kärnten und Trigos Österreich. (CS)

INFORMATION

Papier und Zellstoff. Zu den Hauptprodukten der Mondi Frantschach GmbH mit Sitz in Frantschach-St. Gertraud (Kärnten) gehören Sackkraftpapier, Spezial-Kraftpapier und Marktzellstoff. Der Umsatz lag 2019 bei rund 265 Millionen Euro. Die Mitarbeiteranzahl blieb über die vergangenen Jahre konstant bei rund 450 Personen.

Die industrielle Tradition des Standorts reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück (damals noch als Eisenhammerwerk). 1881 wurde die Produktion auf Zellstoff umgestellt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.06.2021)