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Leitartikel

Die neue Normalität in Hongkong ist für Peking ein Schuss ins Knie

June 17, 2021, Hongkong, Hongkong, China: The Hongkong police arrest five senior executives of Next Digital for the crim
Für jeden Journalisten einen: Eine Schar an Polizisten strömte am Donnerstag in die Redaktion einer regimekritischen Zeitung in Hongkong.(c) imago images/ZUMA Press (Tpg via www.imago-images.de)
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Den westlichen Demokratien regelmäßig vor Augen zu führen, was ihnen blühen könnte, ist die beste Methode, um sie gegen China zu vereinen.

Es ist noch nicht so lange her, da versprach Hongkong ein gewisses Flair. Die Lichter der Skyline schimmerten in der Nacht über das Meer, wer sich hier ein Appartement leisten konnte, hatte es geschafft. Weltkonzerne siedelten sich in der ehemals britischen Sonderverwaltungszone an der Mündung des Perlflusses an – mal bezogen sie Büros, mal errichteten sie nur Briefkastenfirmen. Die Restaurants und Partys waren für jene Jetsetter, die es sich leisten konnten, einen Wochenendtrip um die halbe Welt wert.

Das Leben an einem Knotenpunkt der weltweit vernetzten Finanzwelt, in einer Metropole des Kapitalismus und des Reichtums hatte schon immer seine Schattenseiten. Die Mieten gehören zu den höchsten der Welt, weswegen Hunderttausende Hongkonger in Räumen wohnen, die durch versperrbare Käfige geteilt werden. „Cage People“, also Käfigmenschen, werden sie genannt.