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EM 2020

Belgiens Traumtore ebnen Weg ins Achtelfinale

Belgium s Thorgan Hazard celebrates after scoring the 1-1 goal during a second game of the group stage (group B) at UEFA
imago images/Belga
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Belgien besiegt Dänemark mit 2:1 Thorgen Hazard und Kevin De Bryune trafen für die „Roten Teufel“, die vorzeitig im Achtelfinale stehen. In Kopenhagen feierten Fans, alle Spieler und Referee Christian Eriksen - eine Minute lang wurde applaudiert.

Kopenhagen. Auch viel Herz und Leidenschaft bewahrten Dänemark im ersten EM-Spiel nach dem Kollaps-Drama von Christian Eriksen nicht vor der zweiten Niederlage bei der Fußball-EM. Vor 25.000 Zuschauern verlor der Gastgeber in Kopenhagen trotz früher Führung und eines leidenschaftlichen Auftritts gegen den WM-Dritten Belgien mit 1:2 (1:0).
Der weiterhin punktlose Europameister von 1992 ist hinter Belgien (6), Russland (3) und Finnland (3) ist Gruppenletzter und steht vor dem Aus.

Für die Dänen war es trotzdem eine emotionale Rückkehr. Applaus von den Rängen, Choräle und Plakate für Eriksen („Ganz Dänemark ist mir dir“) und eine gemeinsam ausgemachte Choreografie in der 10. Spielminute lieferten Gänsehaut-Momente. Das Spiel wurde da unterbrochen, alle Spieler, Referee Björn Kuipers und Fans applaudierten für Eriksen, der sich einer Herzoperation unterziehen muss und dabei einen Defibrillator eingesetzt bekommt.

De Bruyne drehte das Spiel

Entscheidend für den Spielverlauf war das Comeback des belgischen Topstars Kevin de Bruyne, der zweieinhalb Wochen nach seinem Augenhöhlen- und Nasenbeinbruch im Champions-League-Finale zu Beginn der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde. Der City-Star, 29, bereitete den Ausgleich durch den Dortmunder Thorgan Hazard (55. Minute) sensationell vor und erzielte selbst den Siegtreffer (71.).

Yussuf Poulsen (2.) hatte Dänemark nach 99 Sekunden in Führung gebracht, da schien die Arena in ihren Grundfesten zu erbeben. Es war das zweitschnellste EM-Tor der Geschichte nach dem Russen Dmitri Kiritschenko, der 2004 gegen Griechenland nach 65 Sekunden getroffen hatte. Bloß genützt hat es letzten Endes nichts. Dass Braithwaite nur die Latte traf mit seinem Kopfball (88.) passte ins Bild. Die „Roten Teufel“ stehen verdient im Achtelfinale. (fin)

(FIN/DPA)