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Leitartikel

Zurück an den Strand…

Sehnsuchtsort Strand. Hier ein Blick auf die Ostsee.(c) imago images/BildFunkMV (via www.imago-images.de)
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Zurück ins alte Leben? Zurück zu alten Mustern? Widmen wir uns der Rückkehr, dem Comeback, der Veränderung und möglichen Lehren aus der Krise, die wir bewusst ohne erhobenen Zeigefinger formulieren.

Was wir in den vergangenen Monaten erlebt haben, fällt in die Kategorie der interessanten Erfahrungen, auf die wir gern verzichtet hätten. Der Eingriff in unsere Grundrechte mag als Ultima Ratio in der größten weltweiten Gesundheitskrise seit 100 Jahren notwendig gewesen sein. Dass Ausgangsbeschränkungen und eine staatliche Verordnung zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Sperre eines gesamten Landes in vielen Staaten so schnell ergriffen wurden und wohl werden mussten, sollte uns nicht nur nachdenklich stimmen, sondern auch wachsam halten. Wer glaubt, mit ähnlichen Eingriffen andere Krisen bewältigen zu können, sei gewarnt: Das wird unsere Gesellschaft nicht akzeptieren.

Die wichtigste Übung nach Überwindung einer solchen Krise wäre es dennoch, nicht automatisch in alte Muster zurückzukehren, oder besser: sie zumindest zu hinterfragen. Dafür ist eine Disziplin notwendig, die etwa der Politik fast völlig fehlt: die Selbstkritik. Um mit halbwegs gutem Beispiel voranzugehen: Wie mancher meiner Kollegen formulierte auch ich immer wieder Kritik an unserem üppigen und teuren Gesundheitssystem, das sich Landeshauptleute und reformunwillige Minister mit Steuergeld leisten würden. In den vergangenen Monaten zeigte sich, wie leistungsfähig das Netz war. Freilich: Über die Sinnhaftigkeit mancher föderalen Spitalseinrichtungen werden wir trotzdem weiter diskutieren dürfen und müssen.

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