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Coronavirus

Stadt Wien schließt strengere Corona-Regeln nicht aus

CORONA: WIEN ENTSCHEIDET UeBER OeFFNUNGEN: LUDWIG
Bürgermeister Michael Ludwig (Archivbild)APA/HANS PUNZ
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Die Bundeshauptstadt könnte von den weitreichenden Lockerungen, die die Bundesregierung plant, Abstand nehmen. ÖVP und FPÖ kritisieren das Vorgehen.

In Wien wird nicht ausgeschlossen, dass die von der Bundesregierung angekündigten weitreichenden Lockerungen der Corona-Maßnahmen in der Bundeshauptstadt möglicherweise nur in eingeschränkter Form umgesetzt werden. Ein Sprecher von Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hat am Samstag entsprechende Medienberichte bestätigt. Man werde sich die noch ausstehende Verordnung genau anschauen und prüfen, ob man hier verschärfe, hieß es.

Sorge bereitet im Rathaus die ansteckendere Delta-Variante, wobei hier etwa auf das Beispiel Lissabon verwiesen wird. Die portugiesische Hauptstadt wurde nach einer deutlichen Zunahme an Fällen zweieinhalb Tage regelrecht abgeriegelt. "Wir werden uns die Entwicklung ganz genau anschauen", hob der Sprecher hervor.

Warten auf Verordnung

Die Bundesregierung habe die jüngst verkündeten Öffnungsschritte ohne Absprache mit den Ländern getroffen, wurde vonseiten der Stadtregierung betont. Angekündigt wurden etwa für Juli die Wiedereröffnung der Nachtgastronomie. Auch Auflagen für Großveranstaltungen wurden weitgehend gestrichen.

Wien wird eine mögliche Verschärfung dem Bürgermeister-Büro zufolge erst verkünden, wenn die Verordnung vorliegt. Die Beratungen mit Fachleuten würden jedoch parallel zur Ausarbeitung der Verordnung laufen. Angedeutet wurde zuletzt - etwa von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) - eine Einlasserlaubnis in Clubs nur für geimpfte Personen. Welche Maßnahmen kommen und ob sie tatsächlich regional strenger ausfallen werden, sei aber noch offen, hieß es.

Man werde jedenfalls nur notwendige Verschärfungen durchführen, beteuerte der Bürgermeister-Sprecher: "Man wird ganz genau überlegen, welche Maßnahmen vorstellbar sind." Die Länder haben jedenfalls die Möglichkeit, regionale CoV-Maßnahmen zu erlassen.

Kritik an den Überlegungen kam am Samstag von ÖVP und FPÖ. "Anstatt die Menschen in unserem Land neuerlich mit skeptischen Aussagen frei jeglicher Fakten hinsichtlich der lang ersehnten Öffnungsschritte zu verunsichern, wäre die Wiener Stadtregierung, allen voran Chaos-Gesundheitsstadtrat Peter Hacker, besser beraten, seine Energie in einen schnelleren Impffortschritt in Wien zu stecken", mokierte sich die Gesundheitssprecherin der Volkspartei, Gaby Schwarz. Wiens FP-Chef Dominik Nepp sprach von einer "Provokation der Sonderklasse", sollte eine "Impfpflicht" für Clubs oder Diskotheken eingeführt werden.

(APA)