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Unterwegs

Warum die Asfinag keinen Schatten spenden mag

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Warum sind Raststationen eigentlich baumfreie Zonen?

Wer ein Wohnmobil hat, aber nicht mehr die Lust, einen Campingurlaub zu machen, kann sich sein Vehikel derzeit vergolden lassen: Nahezu jeder Preis wird gezahlt für gebrauchte Reisemobile aller Art. Das liegt auch daran, dass fabriksneue schwer zu bekommen sind: Die Hersteller schieben durchwegs Sonderschichten, um der Nachfrage einigermaßen Herr zu werden – mit Wartezeiten von einem Jahr und mehr ist dennoch zu rechnen.

Ein Trend, der seit einiger Zeit anhält, der im Vorjahr aber nochmals kräftig angefacht wurde: Die Ernüchterung, dass Flugreisen nicht mehr die Easy-cheesy-Variante sind, sich in beliebige Urlaubsregionen auf der ganzen Welt abzusetzen, hat den Radius drastisch verkleinert. Auf den gefragten Campingplätzen will man gar nicht mehr das Telefon abheben, weil ohnehin alles ausgebucht ist. Auf den abgelegenen Plätzen ist es mit der Ruhe dann auch bald vorbei.

Dieser Sommer wird einer auf vier Rädern, ob mit Betten an Bord oder nicht. Urlaub mit dem Auto: Alle Umfragen zeichnen das erschreckende Bild, wonach es heuer richtig eng werden dürfte auf den Straßen und vor Grenz- und Mautstationen. Das führt uns zur längst fälligen Frage, warum Raststationen der Asfinag baumfreie Zonen sind. Als ob's Vorsatz wäre, die Bänke und Tische ohne jeden Schattenspender der prallen Sonne auszusetzen, auf dass einen der Hitzschlag trifft, sobald man aus dem klimatisierten Auto aussteigt.

Nicht einmal ein bisschen Grün zur Zierde. Entweder hat man die Bäume einfach vergessen – oder scheut die Kosten für die Pflege.

timo.voelker@diepresse.com