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FPÖ-Parteitag

Nicht alle für Herbert Kickl, aber für die Partei

Herbert Kickl wurde am Samstag zum Bundesparteiobmann gewählt. Ex-FPÖ-Chef Norbert Hofer sprach ihm Unterstützung zu.
Herbert Kickl wurde am Samstag zum Bundesparteiobmann gewählt. Ex-FPÖ-Chef Norbert Hofer sprach ihm Unterstützung zu.Alex Halada/picturedesk.com
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Dass Herbert Kickl am Parteitag nicht alle überzeugen kann – das wusste er wohl. 88 Prozent stimmten für ihn. Sorgen könnten ihm die Delegierten bereiten, die es aus Mangel an Alternativen taten. Für sie wurde er am Samstag persönlich.

Dass Herbert Kickl einmal ein „Äh“ herausrutscht, das ist schon eher ungewöhnlich. Man sollte zwar nicht jedes Wort seiner Reden unhinterfragt bringen, aber druckreif wären sie. Wenn Kickl Pausen einlegt, wird die Menge laut. Sie lacht, wenn es eine Pointe gab. Sie schimpft, wenn es vorgesehen ist. Um 13.35 am Samstag muss Kickl aber seine gewöhnlichen, breit getretenen Pfade Richtung Rednerpult verlassen. „Bevor ihr eure Entscheidung trefft, muss ich eine Schuldigkeit einlösen“, sagt er. „Ihr habt ein Recht darauf, das eine oder andere von mir persönlich zu erfahren.“

25 Jahre ist Kickl schon in der FPÖ. Er kennt die Partei, das versucht er klar zu machen. „Zuerst habe ich Plakate aufgeklebt, dann habe ich sie gemacht. Zuerst habe ich Reden geschrieben, dann gehalten.“ Aber kennt die Partei ihn? Medial ist Kickl für seine Sprüche bekannt, an der Basis ist er dafür beliebt. Präsent waren allerdings lang andere. Kickl gilt nicht als der geselligste Freiheitliche. Persönlich weiß man nur wenig über ihn.

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