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Werbeausgaben

Diskussion um Inseratenschaltungen: ÖVP kritisiert Stadt Wien

Andreas Hanger, ÖVP-Fraktionsführer im Ibiza-Untersuchungsausschuss
Andreas Hanger, ÖVP-Fraktionsführer im Ibiza-UntersuchungsausschussAPA/HELMUT FOHRINGER
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Andreas Hanger konstatiert „intransparente“ Werbeausgaben der Wiener Stadtregierung. Zuvor war der ÖVP seitens der VGN Medien Holding vorgeworfen worden, nach kritischen Artikeln „nichts mehr zu schalten“.

Im Zuge der Diskussion um Inseratenschaltungen der Regierung lenkt die ÖVP nun die Aufmerksamkeit in Richtung Bundeshauptstadt. So seien dort derartige Werbeausgaben wesentlich höher als im Bund, kritisierte deren Fraktionsführer im Ibiza-Untersuchungsausschuss, Andreas Hanger, am Montag in einer Pressekonferenz. Im Gegensatz zur Bundesregierung laufe die Vergabe dort nach keinen ersichtlichen Maßstäben ab, so Hanger, der Transparenz einforderte.

Eine angebliche Einstellung der Werbeschaltungen durch das Finanzministerium in Titeln der VGN Medien Holding hatte vergangene Woche für Verwirrung gesorgt. Das Nachrichtenmagazin "News" erklärte via Twitter, es sei mitgeteilt worden, dass das Ministerium "nichts mehr schalten" werde. Der Schritt wurde mit einem unlängst veröffentlichten kritischen Artikel zur "Rolle der türkisen Führung innerhalb der ÖVP" in Verbindung gebracht. Das Finanzministerium dementierte am Abend.

„Transparenz und klare Kriterien im Bund"

Als Ablenkungsmanöver sieht Hanger die am Montag geäußerte Kritik an der Wiener Stadtregierung nicht. Dennoch schoss er sich auf die in Wien regierenden Parteien SPÖ und Neos ein, die der ÖVP auch im U-Ausschuss immer wieder Korruption im Zusammenhang mit Inseratenschaltungen vorwerfen würden. Dies sei definitiv nicht der Fall, betonte der Abgeordnete. Im Gegensatz zur Bundeshauptstadt verliefen die Inseratenvergaben im Bund transparent und nach klaren Kriterien, betonte er.

Nach eigenen Recherchen der ÖVP belaufen sich die Ausgaben des Bundes auf 5,3 Euro pro Kopf, die der Stadt Wien auf 19 Euro. Sollte die Stadt nun nicht klare Regeln auf den Tisch legen, so Hanger, müsste sie sich den Vorwurf gefallen lassen, sich wohlmeinende Berichterstattung erkaufen zu wollen. Man könne nicht die Inseratenvergabe nach transparenten Regeln kritisieren, wenn dies etwa in Wien nicht der Fall sei.

(APA)