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Wie das Ziel, CO2-frei zu fliegen, erreichbar ist

Der Flughafen Wien wird bald einer der ersten  CO<sub>2</sub>-neutralen Flughäfen sein.
Der Flughafen Wien wird bald einer der ersten CO2-neutralen Flughäfen sein. Flughafen Wien
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Airport will einer der ersten  CO2-neutralen Flughäfen werden.

Flughafen Wien-Vorstand Günther Ofner sieht einen großen Konsens zwischen Politikern und Experten. Aus Luft und Wasser kann mithilfe erneuerbarer Energie CO2-neutrales, synthetisches Kerosin hergestellt werden. Die Technologie ist verfügbar. Es liegt jetzt an Politik und Industrie, Schritt für Schritt CO2-freies Fliegen zu realisieren. Auch wenn der Flugverkehr nur mit 2,7 Prozent zum weltweiten CO2-Ausstoß beiträgt, muss auch er einen Beitrag leisten. Dabei muss aber auch die Akzeptanz der Bürger erreicht werden, das zeigt die Ablehnung des Schweizer Vorstoßes für massiv höhere Flugsteuern bei der Volksabstimmung. Denn der Flugverkehr wird weiter wachsen, noch nicht einmal 20 Prozent der heute lebenden Menschen sind bisher in einem Flugzeug gesessen. Weltweit werden über 900 Flughäfen gebaut, über 220 davon allein in China. Die Pandemie hat eindrucksvoll gezeigt, trotz Lockdown sind die CO2-Emissionen nur um sechs Prozent gesunken. Die Lösung des CO2-Problems liegt nicht in Verhaltensänderungen, sondern wir brauchen CO2- neutrale Treibstoffe.

Konkretes Handeln notwendig

Eine wettbewerbsneutrale Beimengungspflicht würde Nachfrage und Markt stimulieren und durch großtechnische Erzeugung leistbare Preise ermöglichen. Die nötige Anschubfinanzierung sollte durch die Forschungsförderung, den New Green Deal der EU und die Zweckwidmung flugbezogener Abgaben erfolgen. Das würde dem Klima mehr und konkreter helfen, als zusätzliche Steuern, Verbotsdiskussionen oder Apelle zu Einschränkungen des persönlichen Lebensstils. Klimaschutz hat für den Flughafen Wien größte Priorität: Auf einer Fläche von rund 24 Hektar entsteht die bereits achte Fotovoltaikanlage am Flughafen Wien, die eine Leistung von rund 24 Megawatt Peak bringen wird. Mit der dann größten Anlage Österreichs produziert der Airport rund 30 Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom, das deckt ein Drittel seines Strombedarfs.

Airport bald CO2-neutral

Das Ziel des Flughafens ist CO2- Neutralität. Günther Ofner: „In Zusammenarbeit mit OMV wird der Flughafen Wien bald seine Fernwärmeversorgung umstellen, dieser Schritt wird wesentlich zur Emissionsreduktion am Airport-Standort beitragen. Damit sind wir auf dem besten Weg, einer der ersten Green Airports Europas zu werden. Schon in wenigen Jahren werden wir unseren Betrieb CO2-neutral führen.“

Initiative des World Economic Forum

Das Projekt „Clean Skies for Tomorrow“ des World Economic Forum ist eine 2019 ins Leben gerufene Initiative, um sich mit Stakeholdern der Luftfahrtindustrie auf einen globalen gemeinsamen Weg zur Dekarbonisierung im Flugverkehr festzulegen und Alternativen zu herkömmlichem Kerosin zu finden. Kevin Soubly, Experte für synthetische Treibstoffe des World Ecocomic Forum, forscht zu Möglichkeiten alternativer Treibstoffe. Für ihn ist das die Zukunft: „Sustainable Aviation Fuels sind der entscheidende Faktor für CO2-neutralen Flugverkehr.“

Die Community von Clean Skies for Tomorrow umfasst dabei bereits 80 Organisationen aus der Luftfahrt und Energiekonzernen. „Die globale Zusammenarbeit ist wichtig, um eine ganzheitliche Betrachtung des Problems zu ermöglichen. Immerhin ist der Klimawandel ein globales Problem und die Luftfahrt eine globale Industrie“, so Soubly. Durch die Vernetzung der unterschiedlichsten Bereiche der verschiedenen Partner in der Community können Lösungswege erarbeitet und analysiert werden, die dann Schritt für Schritt umgesetzt werden können. „Damit können wir einen globalen Wandel erzeugen“, ist Soubly überzeugt.

CO2-KOMPENSATION

Bereits heute können Passagiere ihren Beitrag leisten, den eigenen ökologischen Fußabdruck bei Flugreisen zu verkleinern:

Aufzahlung bei Buchung: Zahlreiche Airlines bieten die Option, im Zuge des Ticketkaufs eine freiwillige Aufzahlung für nachhaltigen Treibstoff zu leisten.

Kompensation über Onlineportale: Über Onlineportale wie www.atmosfair.de oder www.climatefair.de haben Reisende die Möglichkeit der finanziellen Kompensation ihres CO2-Ausstoßes.

Spenden: Wer lieber Klimaschutzprojekte allgemein unterstützen möchte, kann bei Fluglinien und Onlineanbietern seinen persönlichen CO2-Ausstoß durch eine Spende ausgleichen.

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