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Film

Oscars: Erstmals mehr Frauen im Vorstand der Academy

APA/AFP/GABRIEL BOUYS
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Es ist Bewegung in Hollywoods Elite gekommen. Im "Board of Governors“ stellt nunmehr mit 31 Frauen das weibliche Geschlecht die Mehrheit.

Das Gremium, das heuer bereits zum 93. Mal die Oscars verlieh, hat sich in den letzten Jahren viel Schelte eingefangen: Es repräsentiere nur einen kleinen, privilegierten Teil der Filmindustrie, es prämiere am liebsten Filme, die im eigenen Dunstkreis spielen (tatsächlich haben Filme über das Showbusiness traditionell gute Oscar-Chancen) – und, der größte Vorwurf: Es richte seinen Blick vorwiegend auf die Leistungen weißer, männlicher Filmemacher.

Tatsächlich ist die Academy, die zuletzt auf über 9000 Mitglieder angewachsen ist, stark männlich geprägt: Eigenen Angaben zufolge gab es zuletzt 33 Prozent Frauen (2015 waren es noch 25 Prozent) und 19 Prozent unterrepräsentierten ethnischen Gruppen angehören (2015: 10 Prozent).  Es ist aber Bewegung in Hollywoods Elite gekommen: Im Führungsgremium "Board of Governors“ stellt nunmehr mit 31 Frauen das weibliche Geschlecht die Mehrheit.

Dem Vorstand gehören 54 Mitglieder an, nun sitzen erstmals in der Geschichte des Oscar-Verbands mehr Frauen als Männer im Vorstand. Die Zahl der Frauen sei von 26 auf 31 angestiegen, teilte die Academy of Motion Picture Arts and Sciences mit. US-Schauspielerin Rita Wilson (64, "Die Braut, die sich nicht traut") und die kanadische Filmkomponistin Lesley Barber (59, "Manchester by the Sea") zählen zu den neuen Mitgliedern, die hineingewählt worden sind. Der Anteil von Vertretern von  Minderheiten ging von 12 auf 15 in die Höhe.

Ein erlesener Kreis - wie kommt man rein?

Die mehr als 9.000 Mitglieder starke Organisation ist in 17 Sparten aufgeteilt, darunter Schauspieler, Regisseure und Produzenten. Jeder Bereich wird von drei "Governors" vertreten, die alle drei Jahre neu gewählt werden. Der Academy-Präsident benennt zusätzlich drei Mitglieder.

In Betracht für die Academy kommt, wer von zwei Mitgliedern vorgeschlagen wird oder sich durch eine Nominierung als würdig erweist. Durch dieses System kann sich die Academy trotz ihrer vielen Mitglieder als eine Art erlesener Kreis präsentieren: Wer es geschafft hat, darf mitentscheiden, wer es als nächstes schafft. Hier ist die Elite der Branche unter sich.

(red./APA/dpa)