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Konsumentenschutz

AK warnt vor hohen Kosten für Kreditversicherungen

Arbeiterkammer fordert, Kreditversicherungen fix in Gesamtkosten bzw. Effektivzins einzurechnen.

Kreditrestschuldversicherungen im Falle des Ablebens, Unfallinvalidität oder Arbeitsunfähigkeit seien zwar an sich sinnvoll, können einen Kredit aber auch stark verteuern, warnt die Arbeiterkammer (AK). "Eine Kreditversicherung, egal, ob freiwillig abgeschlossen oder verlangt, soll immer in den Effektivzinssatz bzw. in die Gesamtkosten eingerechnet werden", fordern die Konsumentenschützer am Dienstag in einer Aussendung.

Derzeit sind die Prämien für Kreditversicherungen nur dann verpflichtend in die Kreditkosten und im Effektivzinssatz einzurechnen, wenn die Bank den Abschluss einer Versicherung verlangt hat. In ihren Beratungen bemerke die Arbeiterkammer jedoch immer wieder Probleme mit Kreditversicherungen. Ein Hauptpunkt der Beschwerden seien teure Prämien, die sehr häufig als hohe Einmalprämie zu Vertragsbeginn zu bezahlen seien. Die betroffenen Konsumentinnen und Konsumenten würden immer wieder berichten, dass der Vertragsabschluss der Versicherung nicht freiwillig war, trotzdem ist die Prämie nicht in die Gesamtkosten bzw. den Effektivzinssatz eingerechnet.

Die von den sechs Banken angebotenen Tarife für die Absicherung eines Konsumkredites (10.000 Euro, fünf Jahre Laufzeit, ein Kredit-bzw. Versicherungsnehmer) kosten zwischen 74,67 (Bank Austria/Ergo) und 566,94 Euro (Raiffeisen/Uniqa). Der Tarif der Raiffeisenlandesbank NÖ Wien inkludiert neben dem Ablebensschutz auch automatisch "Arbeitsunfähigkeit" als Zusatzschutz.

Für einen Hypothekarkredit (100.000 Euro, 20 Jahre Laufzeit, zwei Kredit- bzw. Versicherungsnehmerinnen) sind zwischen 1332,66 Euro (Oberbank/Generali) und 4581,60 Euro (Erste Bank/Wiener Städtische) zu bezahlen. Der Tarif der Oberbank inkludiert einen Bonus.

(APA)