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"Global Wealth Report"

Zahl der Dollar-Millionäre legte trotz Corona weltweit zu

Mehr Vermögen trotz Pandemie, denn Aktien- und Immobilienbesitz zahlten sich aus. Auch Österreich hatte im Vorjahr laut Studie der Credit Suisse 346.000 Dollar-Millionäre.

Die Zahl der Dollar-Millionäre weltweit hat einer Analyse der Credit Suisse zufolge auch im Jahr der Coronakrise weiter zugelegt. Am meisten Zuwachs bekam der Club der Reichen nach Angaben der Schweizer Großbank vom Dienstag in den USA. Der Vermögensstudie ("Global Wealth Report") zufolge, die die Credit Suisse seit 2010 jährlich vorlegt, gab es weltweit Ende vergangenen Jahres fast 56,1 Millionen Dollar-Millionäre. Das sind gut 5,2 Millionen mehr als 2019.

Die mit Abstand meisten davon leben in den USA (fast 22 Millionen - plus 1,73 Millionen). Auf den weiteren Plätzen folgen China (rund 5,3 Millionen - plus 257.000) und Japan (rund 3,7 Millionen - plus 390.000). Deutschland zählt demnach gut 2,95 Millionen Dollar-Millionäre und somit 633.000 mehr als bei der Auswertung ein Jahr zuvor.

In Österreich waren im Vorjahr 346.000 oder 4,8 Prozent der Erwachsenen Dollar-Millionäre. Das Gesamtvermögen aller Menschen in Österreich belief sich mit Ende 2020 auf 2,1 Billionen Dollar (1,8 Billionen Euro). In Summe hat das weltweite Vermögen binnen Jahresfrist um 28,7 Billionen Dollar auf 418,3 Billionen Dollar zugelegt.

Anstieg der Aktienkurse fließt in Berechnung ein

"In Anbetracht des eingeschränkten Konsums ist die Ersparnis der Haushalte stark angestiegen, was das Finanzvermögen der Haushalte erhöht und deren Schulden verringert hat", erklärte Nannette Hechler-Fayd'herbe, Leiterin Economics & Research bei der Credit Suisse. "Die Zinssenkung seitens der Zentralbanken hat vermutlich den größten Einfluss. Sie ist einer der Hauptgründe für den Anstieg der Aktienkurse und Hauspreise, die wiederum direkt in unsere Berechnungen des Haushaltsvermögens einfließen."

Im Unterschied zu anderen Vermögensstudien etwa der Deutschen Bundesbank, die Bargeld, Bankeinlagen, Wertpapiere sowie Ansprüche gegenüber Versicherungen summieren, berücksichtigt die Credit Suisse in ihren Berechnungen auch Immobilien. Die Autoren der Credit-Suisse-Studie rechnen damit, dass auch in den kommenden Jahren die Zahl der Dollar-Millionäre rund um den Globus schneller zulegen wird als das durchschnittliche Vermögen - unter anderem, weil Aktien sowie Häuser und Wohnungen an Wert gewinnen.

(APA/dpa)