Pandemie

Indische Regierung besorgt über "Delta Plus"-Variante des Coronavirus

Bei der neuen Mutation der Delta-Mutante handelt es sich um eine Veränderung an einem Spike-Protein des Virus, was es besonders ansteckend machen soll.

Das indische Gesundheitsministerium ist besorgt über eine sogenannte "Delta Plus"-Variante und will sie stärker untersuchen. Die Variante soll besonders ansteckend sein und stärker an Lungenzellen binden, hieß es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums in Neu Delhi. Wissenschafter sagen allerdings, dass es noch wenig Daten gebe.

Bei der auch als B.1.617.2.1 oder AY.1 benannten Variante handelt es sich um die Delta-Variante mit der zusätzlichen Spike-Mutation K417N, die auch in der zunächst in Südafrika entdeckten Beta-Variante vorgekommen ist.

Auch Fälle in neun weiteren Ländern

Inzwischen seien rund 40 "Delta Plus"-Fälle in drei indischen Bundesstaaten sowie weitere Fälle in neun anderen Ländern erfasst worden, teilte der Gesundheitsminister am Mittwoch mit. Genannt wurden unter anderem die USA, China und Russland sowie die Schweiz, Polen, Portugal und Großbritannien.

Zuvor wurde die indische Regierung kritisiert, dass sie die Gefahr der ursprünglichen Delta-Variante, die zunächst in Indien entdeckt worden ist und mit der heftigen zweiten Welle im April und Mai in dem Land in Verbindung gebracht wird, zu spät erkannt habe. Inzwischen sind die offiziellen Corona-Fallzahlen wieder deutlich gefallen.

Die Weltgesundheitsorganisation verfolgt "Delta Plus" derzeit als Teil der Delta-Variante. Noch scheine diese Variante demnach nicht verbreitet zu sein.

(APA/dpa)

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