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Stillstand

Cyberangriff auf SalzburgMilch: "Wir kriegen die Produkte nicht raus"

Seit Dienstagnacht kämpft die Molkerei gegen den Angriff an.Getty Images/Westend61
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Die drittgrößte Molkerei des Landes steht still. Hacker kaperten das gesamte EDV-System.

Wäre es doch nur das Unwetter gewesen. Wünsche, die unerfüllt blieben, als am Dienstag gegen 22 Uhr die Produktion der SalzburgMilch Alarm schlug. Die Computer waren ausgefallen. Doch nicht nur das: Sämtliche Bereiche – von der Logistik über die Produktion bis hin zur E-Mail-Kommunikation – wurden lahmgelegt. Cyberkriminelle haben dabei nicht nur die Zentrale in Salzburg-Itzling gekapert, sondern auch die Käserei in Lamprechtshausen.

„Das gesamte EDV-System wurde außer Gefecht gesetzt“, sagt Florian Schwap von der Molkerei gegenüber der „Presse“. Zwar können die Bauern ihre Milch anliefern und sie wird auch verarbeitet, aber eine Auslieferung ist auch drei Tage nach dem eigentlichen Angriff nicht möglich: „Wir arbeiten unter Hochdruck, um die Lager-Server wieder unter Kontrolle zu bringen“, führt der Marketingleiter weiter aus.

Die drittgrößte Molkerei des Landes mit einem Jahresumsatz von 229 Millionen Euro steht nahezu still. Die Produktion wurde teils auf Handbetrieb umgestellt, um zumindest die täglichen Milchlieferungen von bis zu einer Million Litern verarbeiten zu können. „Das betrifft nicht nur uns als Unternehmen, daran hängen ja auch bis zu 2400 Bauernfamilien“, sagt Schwap.

Ein Wettlauf gegen die Zeit