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Urteil

Missbrauch, fast Mord: 20 Jahre Haft

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Drei Männer standen wegen Missbrauchs einer jungen Frau vor Gericht. Dann kam eine Anklage wegen Mordversuchs dazu. Das Opfer wird lebenslang an den Folgen der Tat leiden.

Nach einer Geburtstagsfeier fuhr sie noch in einen Nachtclub in Wien-Wieden. Danach ging sie mit drei jungen Männern mit. Alkohol und Drogen waren im Spiel. Und zwar reichlich. Was sich dann, es war der 12. Juli 2020, in einer Meidlinger Wohnung zutrug, sollte die drei Männern vor Gericht bringen. Wegen sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen Person. Doch da die 28-Jährige an jenem Tag infolge der wiederholten Attacken beinahe verblutet wäre, wanderte der Fall vor Geschworene.

Ebendort ging es sowohl um Missbrauch als auch um versuchten Mord. Am Donnerstag, bei Fortsetzung des Prozesses, kam die Gynäkologin Sigrid Schmidl-Amann zu Wort. Sie hatte das Opfer im Auftrag des Gerichts untersucht. Und schilderte im Großen Schwurgerichtssaal (die erschienenen Zuseher wirkten sichtlich geschockt), dass das Opfer ohne einstündige Notoperation wohl nicht überlebt hätte. Und dass die Frau, eine Kindergartenpädagogin, durch die Angriffe schwere Dauerfolgen davon getragen habe.

Zu diesem Thema hatte sich zuletzt auch Staatsanwalt Sherif Selim geäußert: „Die Frau wurde durch dieses Ereignis nachhaltig und fulminant aus ihrer Lebensbahn geworfen.“