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Alternative Lebensmittelnetzwerke unterstützen regionale kleinbäuerliche Strukturen.
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Sozialgeografie

Die schrittweise Demokratisierung des Biokistels

Sich regional, saisonal und bio zu ernähren, ist in Städten längst zu einer Lifestyle- und Kostenfrage geworden. Alternative Lebensmittelnetzwerke haben das Potenzial, nachhaltige Ernährung inklusiver zu machen.

Einst klassischer Bauernmarkt, jetzt hipper Treffpunkt für gut verdienende Bioliebhaber – diese Beschreibung, die meist mit explodierenden Preisen einhergeht, trifft auf immer mehr Wochenmärkte in österreichischen Städten zu. Nachhaltige Ernährung ist vielfach nur denen vergönnt, die es sich leisten können. Aber muss das so sein? Nein, ist Anke Strüver überzeugt. Sie ist Geografin an der Universität Graz und forscht zu Mensch-Umwelt-Beziehungen im engeren Sinne.

„Ich will ökologische und soziale Nachhaltigkeit ernsthaft zusammendenken“, sagt sie. „Deshalb schaue ich mir alternative Wirtschaftsmodelle innerhalb und außerhalb des kapitalistischen Systems an.“ In einem vom österreichischen Klima- und Energiefonds geförderten Projekt („CoopsForFood“) geht sie aktuell mit dem Team vom Grazer RCE – Zentrum für nachhaltige Gesellschaftstransformation der Frage nach, wie Alternative Lebensmittelnetzwerke (ALN) mithilfe genossenschaftlicher Strukturen niederschwelliger gestaltet und damit zu einem neuen – alternativen – Mainstream im Ernährungssystem werden können.