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Belarus

Protassewitsch unter Hausarrest

Roman Protassewitsch
Roman ProtassewitschReuters
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Wende im Fall des Bloggers, den das Regime nach Zwangslandung in Minsk verhaftet hatte: Er wurde vom KGB-Gefängnis in eine überwachte Wohnung transferiert.

Warschau/Minsk. Welch ein Kontrast zu den Folterspuren in den Geständnisfilmen kurz nach der Festnahme auf dem Minsker Flughafen vor Monatsfrist: Sofia trägt nun ein weißes, leichtes Kleid, und Roman steht in Jeans und rotem T-Shirt neben ihr. Die Aufnahmen in einem Park von Minsk stammen aus einem neuen Propagandafilm des belarussischen Staats-TVs, der noch nicht ausgestrahlt worden ist. Aufgenommen wurden sie vermutlich, kurz bevor das zuvor im litauischen Vilnius wohnhafte Paar aus dem gefürchteten KGB-Gefängnis in zwei Minsker Mietwohnungen transferiert wurde.

Die Nachricht von der überraschenden Entlassung in den Hausarrest von Roman Protassewitsch und Sofia Sapega machte am Freitag in Minsk Furore. Dort sollen beide auf ihren Prozess wegen Anstiftung von Massenunruhen warten. Dem Blogger Protassewitsch drohen 15 Jahre Arbeitslager, seine Partnerin, Sapega, könnte mit etwas weniger davonkommen. „Die Angeklagten geben übereinstimmende Geständnisse ab, und sie haben einen Antrag auf eine vorgerichtliche Kooperationsvereinbarung mit den Ermittlungen gestellt“, begründete das Untersuchungskomitee am Freitag die Hafterleichterungen. „Sie erklärten sich bereit, Komplizen zu entlarven und alles zu tun, um den durch die Verbrechen entstandenen Schaden wiedergutzumachen“, heißt es weiter.

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