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Coronapläne: Maskenpflicht bei Friseuren fällt

Heute, Montag, soll die Verordnung zu den weiteren Lockerungen der Corona-Maßnahmen erlassen werden.
Heute, Montag, soll die Verordnung zu den weiteren Lockerungen der Corona-Maßnahmen erlassen werden.APA/AFP/SAEED KHAN
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Die Verordnung für 1. Juli ist noch immer nicht da. Aber die Corona-Lockerungen wurden präzisiert: Es kommt ein weitreichendes Aus der Maskenpflicht für Bereiche mit "3G“.

Das Gesundheitsministerium hat am Montagabend die ab Donnerstag geltenden Corona-Lockerungen in einer neuen Verordnung präzisiert. Eine Überraschung ist dabei. Die Maskenpflicht entfällt auch bei körpernahen Dienstleistern wie Friseuren. Sperrstunde gibt es keine mehr, womit auch Nachtlokale wieder aufmachen können, das allerdings zu maximal 75 Prozent befüllt. Im Handel gibt es dafür keine Quadratmeter-Beschränkung mehr.

Die bekannte 3-G-Regelung, also der Nachweis, geimpft, getestet oder genesen zu sein, bleibt aufrecht. Diese gilt wie schon bisher im Gastgewerbe, bei körpernahen Dienstleistungen, in Beherbergungsbetrieben, für Zusammenkünfte mit mehr als 100 Teilnehmern, in Freizeiteinrichtungen und Kultureinrichtungen (ausgenommen Museen, Bibliotheken, Büchereien und Archive), für Reisebusse und Ausflugsschiffe und an nicht öffentlichen Sportstätten.

Weiterhin bestehen bleibt die Regelung außerdem für Erbringer mobiler Pflege- und Betreuungsdienstleistungen, für Besucher, Mitarbeiter und Neuzugänge in Alten- und Pflegeheimen sowie stationären Wohneinrichtungen der Behindertenhilfe, für Besucher und Bedienstete von Krankenanstalten oder Kuranstalten sowie an sonstigen Orten, an denen Gesundheitsdienstleistungen erbracht werden.

Für Zusammenkünfte ab 100 Personen besteht eine Anzeigepflicht bei der Bezirksverwaltungsbehörde, ab 500 Personen gilt eine Bewilligungspflicht. Eine Personenobergrenze im Rahmen der Corona-Regelungen gibt es nicht mehr.

Dort, wo 3-G-Nachweise gelten, entfällt die Maskenpflicht grundsätzlich. Ausnahmen gibt es für Alten- und Pflegeheime sowie Gesundheitseinrichtungen, wo allerdings statt FFP2-Maske auch der einfache und weniger wirksame Mund-Nasen-Schutz getragen werden kann.

Die Tragepflicht zumindest eines MNS gilt ab dem 1. Juli auch in geschlossenen Räumen wie zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln und deren Stationen, Taxis, Seil- und Zahnradbahnen, in Kundenbereichen, an Arbeitsorten mit Kundenkontakt und bei Parteienverkehr.

Die MNS-Verpflichtung besteht auch für Besucher und Mitarbeiter von Alten- und Pflegeheimen, von stationären Wohneinrichtungen der Behindertenhilfe sowie von Kranken- und Kuranstalten. Die Betreiber können aber auch strengere Regeln, also im Regelfall eine Pflicht zur FFP2-Maske verfügen.

Für Betriebsstätten des Gastgewerbes, in denen Sitzplätze üblicherweise nicht oder nicht für die überwiegende Dauer des Aufenthalts eingenommen werden, also insbesondere Tanzlokale, Clubs und Diskotheken, gilt ab dem 1. Juli eine Auslastung von höchstens 75 Prozent der Personenkapazität. Die Erhebung von Kontaktdaten bei Personen, die sich länger als 15 Minuten etwa im Lokal oder Hotel aufhalten, bleibt weiterhin bestehen. Die gleiche Regel gilt an nicht öffentlichen Sportstätten, nicht öffentliche Freizeiteinrichtungen sowie bei Zusammenkünften ab 100 Teilnehmern.

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Die Lockerungen im Überblick

Was gilt ab 1. Juli?

  • Die „3-G-Regel" bleibt weiterhin aufrecht
  • Die Nachtgastronomie öffnet. Die Sperrstunde fällt, tanzen und trinken an der Bar sind erlaubt. Allerdings dürfen die Kapazitäten vorerst nur zu 75 Prozent genutzt werden
  • Der Ein-Meter-Abstand in Handel und Gastronomie fällt, hier gelten keine Kapazitätsbegrenzungen mehr
  • Auch Großveranstaltungen in Kultur und Sport dürfen wieder uneingeschränkt über die Bühne gehen
  • Im Handel, der Gastronomie und in den Öffis kann die FFP2-Maske durch den Mund-Nasen-Schutz ersetzt werden. Dasselbe dürfte auch für Spitäler und Pflegeheime gelten.
  • Kinder unter 12 brauchen keine Tests mehr

Was wird für 22. Juli erwartet?

  • Registrierungspflicht in der Gastronomie soll fallen
  • Keine Kapazitätsbeschränkungen mehr in der Nachtgastronomie

(APA/Red.)