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Generation Z

Generation Z: Nicht wie die Eltern

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Was erwartet die Generation Z vom Arbeitsleben? Nach den Krisenerfahrungen des Vorjahres keine Abenteuer, sondern Sicherheit und Beständigkeit. Und keinesfalls will sie so leben wie die Eltern.

Was wünschen sich 16- bis 25-Jährige von der Arbeitswelt? Dieser Frage ging das Zukunftsinstitut im Auftrag von Peek & Cloppenburg nach. Nicht zuletzt die Erfahrungen durch die Corona-Krise trugen dazu bei, dass Sicherheit und ein Sinn im Job große Bedeutung haben. Das ist das zentrale Ergebnis von 500 Direktbefragungen und der Auswertung zahlreicher Jugenstudien.

So halten es 75 Prozent für wichtig und erstrebenswert, sich keine finanziellen Sorgen machen zu müssen. Gleichzeitig stimmen 74 Prozent zu, dass sie gerne einen sinnvollen, erfüllenden Beruf haben wollen. Ebenfalls 74 Prozent wollen unabhängig sein, um ihr Leben selbst zu bestimmen.

Sicher und geborgen

Vom Lebensalter her sollten die jungen Menschen eigentlich abenteuer- und reiselustig sein. Doch 53 Prozent geben an, vor allem Wert auf die Krisenfestigkeit des Arbeitgebers zu leben. 15 Prozent wünschen ihn sich in der Nähe ihrer Familie, ebenso viele liebäugeln mit dem Öffentlichen Dienst. Beide zahlen auf das Sicherheitsbedürfnis ein.

Die Ergebnisse spiegeln wider, wie sich der Ausbruch der Corona-Pandemie auf die jungen Menschen ausgewirkt hat. Diese Krise ist mit Sicherheit die größte, die sie bisher so intensiv miterlebt und deren Auswirkungen sie so stark auch selbst mit Schul- und Universitätsschließungen, digitalem Onboarding im ersten Job, Kurzarbeit oder auch dem Verlust des Arbeitsplatzes in ihrem Arbeitsleben getroffen hat.

Die Corona-Krise hat die gesellschaftliche Bedeutung von verschiedenen Jobs neu gemischt. Die neue Kategorisierung nach systemrelevanten Berufen, zu denen neben medizinischem Personal, Polizei und Feuerwehr zum Beispiel auch Verkäuferinnen und Verkäufer, Lehrerinnen und Lehrer, Paketzustellerinnen und Paketzusteller gehören, hat die Wertschätzung für dieser Berufsgruppen gesteigert. Dass ihre Arbeit etwas Gutes für die Gesellschaft bewirkt, ist 42 Prozent der Befragten wichtig.

Nicht überanstrengen

Auf die Frage, was einen Arbeitgeber attraktiv macht, antworteten 65 Prozent ein "gesundes, konstruktives Arbeitsklima und eine gute Unternehmenskultur". Zur Unternehmenskultur gehören für sie heute selbstverständlich Vielfalt, Gleichberechtigung und Nachhaltigkeit.

Zugleich haben viele junge Menschen gesehen, wie ihre Eltern bis zum Burn-out gearbeitet haben und Gesundheit, Familie und Freizeit hintenanstellen mussten. Daher wünschen sich 48 Prozent flexible Arbeitszeitmodelle. 53 Prozent erwarten von ihrem Arbeitgeber zudem gute Karrieremöglichkeiten, Anerkennung und Förderung.