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TV-Auftritt

Putin am "Direkten Draht": Hunderttausende von Bürgerfragen

Archivbild, als Putin im Jahr 2017 die Fragen in der Sendung "Der direkte Draht" zu beanworten versuchte.
Archivbild, als Putin im Jahr 2017 die Fragen in der Sendung "Der direkte Draht" zu beanworten versuchte.APA/AFP/KIRILL KUDRYAVTSEV
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Der russische Langzeitpräsident stellt sich traditionell in einem Medienspektakel den Fragen der Bürger. Viele Menschen im Land sind mit Putins Coronapolitik unzufrieden.

Der russische Präsident Wladimir Putin stellt sich an diesem Mittwoch und damit wenige Monate vor der Parlamentswahl bei der Sendung "Der direkte Draht" wieder den Fragen seiner Landsleute. Erwartet wird, dass es dabei vor allem auch um die Unzufriedenheit vieler Menschen in Russland mit der Politik in der Coronakrise geht.

Das vom Robert Koch-Institut als Virusvariantengebiet eingestufte Land kämpft mit extrem hohen Infektions- und Todeszahlen. Zudem klagen die Menschen über erzwungene Impfungen. Das Vertrauen in russische Vakzine - allen voran Sputnik V - gilt als gering.

Medienshow mit Millionenpublikum

Nach Kremlangaben sind bereits Hunderttausende von Fragen eingegangen. Auch während der Sendung selbst können die Bürger unter anderem telefonisch oder auf der Internetseite "moskva-putinu.ru" ihre Fragen einreichen. Bei der Bürgersprechstunde muss sich der 68 Jahre alte Putin, der seit mehr als 21 Jahren an der Macht ist, immer wieder auch scharfe Kritik anhören. Heuer dürfte sich die Sendung zudem um die Parlamentswahl drehen, die für den 19. September angesetzt ist.

Mehrere Fernseh- und Radiosender übertragen die Fragerunde. Die Medienshow hat in der Regel ein Millionenpublikum. Im vergangenen Jahr ließ Putin den "direkten Draht" mit den Bürgern inmitten einer wachsenden Proteststimmung während der Coronapandemie absagen. 2019 hatte er in mehr als vier Stunden auf etwa 80 Fragen geantwortet. Dabei schlug ihm teils scharfe Kritik entgegen - etwa wegen sinkender Einkommen und Problemen im Gesundheitswesen. Die Unzufriedenheit der Bürger ist auch im Wahljahr groß, wie aus Umfragen hervorgeht.

(APA/dpa)