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Festspiele Reichenau: Wird Haselsteiner sie retten?

FESTSPIELE REICHENAU: FOTOPROBE ´UNVERHOFFT´
Miguel Herz-Kestranek und Therese Affolter standen 2014 in Johann Nestroys "Unverhofft" auf der Bühne(c) APA/ROBERT JAEGER
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Spielt es hier demnächst den „Besuch des reichen Onkels"? Die Festspiele Reichenau wird es jedenfalls weiter geben, die Frage ist nur, in welcher Besetzung. Aber natürlich: Man munkelt bereits.

Österreich, das Land des ewigen Sommertheaters. Die Grenzen zum richtigen Leben, falls es ein solches tatsächlich geben sollte, scheinen zumindest fließend. Die handelnden Personen könnten einem Repertoire entsprungen sein, aus leichten Tragödien und süffigen Komödien. Sektempfang und Sektausklang einer aus Politik, Wirtschaft und Kultur eng verwobenen High Society inklusive. Es gibt schlimmere Länderprofile.

Hier hätten wir also: das machtbewusste Intendanten-Ehepaar, das sich und ein ganzes Theaterfestival nahe dem idyllischen Semmering selbst erfand, das die Promis hofierte und manch weniger bekannte Künstler schikanierte. Den fiesen Rechnungshof, der dieser bernhardschen Familienidylle den Garaus machte. Und womöglich einen reichen Onkel, der alles wieder gut werden lässt und der darbenden Region samt ihren Hoteliers (er selbst einer davon) das Geschäft rettet. Erhofftes Happy Ending: eine verstörend kluge neue Intendantin, die das ganze alte Spiel in ungeahnte Höhen weitertreibt. Cliffhanger.