Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
U-Ausschuss

Des Kanzlers Spiel auf Zeit

Kanzler Sebastian Kurz beriet sich ausführlich mit seinem Anwalt Werner Suppan. Viele Fragen wurden nicht zugelassen, der Kanzler entschlug sich auch.imago images/SEPA.Media
  • Drucken

Kanzler Kurz ließ viel Redezeit durch epische Ausführungen verstreichen. Der Opposition blieb kaum Fragezeit. Das Thema Kirche war der ÖVP sichtlich unangenehm.

Eigentlich wurde erwartet, dass Kanzler Sebastian Kurz im U-Ausschuss eher weniger als viel sagen würde. Immerhin hat seine letzte Befragung desaströs geendet – eine Anklage wegen des Verdachts der Falschaussage steht im Raum. Dann überraschte Kurz jedenfalls zu Beginn alle: Er redete und redete und redete. Wie wann wer mit wem in der Regierung kommuniziert hat. Wie Entscheidungen getroffen wurden. Er reicherte seine Erzählungen mit Anekdoten, vielen Erinnerungen und historischen Analogien an. Er wollte über die Metaebenen sprechen und über die Details. Er referierte lang zu den Parteispenden der ÖVP und sagte: „Es ist an Absurdität nicht zu überbieten zu glauben, dass jemand aus meinem Umfeld bereit ist, eine Straftat zu begehen, nur damit eine Institution vielleicht ein bisschen mehr Geld hat. Selbst aber nichts davon hat und seine Familie vielleicht aus dem Gefängnis anrufen muss. Das müsste ein fester Trottel sein.“