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Neuvorstellung

Hyundai Ioniq 5: Der frische Charme alter Fischernetze

Außen hui, innen vorbildlich: Mit dem 5 stemmt sich Ioniq zur elektrischen Submarke von Hyundai hoch, die Nutzung nachhaltiger Öko-Materialien inklusive.
Außen hui, innen vorbildlich: Mit dem 5 stemmt sich Ioniq zur elektrischen Submarke von Hyundai hoch, die Nutzung nachhaltiger Öko-Materialien inklusive.
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Hyundai setzt dem Elektrothema rundum noch eins drauf: Der Ioniq 5 denkt bei Stil und Inhalt einen Schritt weiter.

Auf die Gefahr hin, dass das Wort „nachhaltig“ schon niemand mehr hören kann: Hier ist es einmal nicht nur PR-Worthülse. Denn wenn schon elektrisch, befand man bei Hyundai, dann muss das Ding für mehr stehen als nur emissionsfreies Fahren.


Ansatzweise hat sich die Ioniq-Baureihe schon an ökologischen Materialien versucht, der neue 5 geht es aber deutlich ernsthafter an. Sein Innenraum strotzt vor Nachhaltigkeit: recyceltes Plastik, Biomaterialien, Schafswolle, dazwischen pergamentähnliche Flächen, Farbbestandteile aus Raps- und Maisöl, selbst wer sich für Leder entscheidet, nimmt auf biologisch gegerbtem Platz. Und bettet seine Füße auf Matten aus recycelten Fischnetzen, die eine Umweltschutzorganisation aus den Meeren holt.


Auch das Äußere geht neue Wege: Über die Proportionen eines mit 4,65 Metern recht ausgewachsenen fünftürigen Kompakten zieht sich pures, glattes Design. Bruchlinien werden vermieden, Chrom kommt gar nicht vor. Auch bei den Leuchten wurde umgedacht: Der Hinterglas-Pixel-Look sieht aus wie frisch von einem Showcar übernommen und verleiht dem Stromer eine kühle, aber interessante Ästhetik. Drinnen bietet der Ioniq 5 statt der ewigen in schwarz bis dunkelgrau gehüllten Kampfjet-Atmosphäre ein helles, offenes Layout mit wohnlichen Einrichtungsgegenständen – etwa die als Ganzes längs verschiebbare Mittelkonsole, eine Art Servierwagerl zwischen den Sitzen. Auf üppigen drei Metern Radstand lässt sich gut reisen, das Raumkonzept ist passend dazu offen und großzügig. Die Bildschirmgrafik vermeidet gekonnt jede Tacho-Tradition, passt aber gerade dadurch ins Gesamtkonzept.
Bewegt wird der Ioniq 5 in zwei Heckantriebsvarianten zu 170 und 217 PS oder mit zwei angetriebenen Achsen, auf die sich dann 235 oder 305 PS verteilen. Die schwächeren Varianten sind mit einer 58 kWh-Batterie kombiniert, die stärkeren schöpfen aus einem 73-kWh-Akku. WLTP-Reichweiten von 384 bis 460 Kilometer sind damit drin und dank maximierbarer Rekuperation in der Praxis erreichbar. Fahrdynamisch ist der Ioniq 5 im gehobenen Mittelfeld der Elektro-Liga unterwegs. Er fährt mit der typisch stoischen Balance dank batteriebedingt tiefem Schwerpunkt auf und holt sich die Leichtfüßigkeit – trotz um die zwei Tonnen Kampfgewicht – über das Drehmoment von bis zu 605 Newtonmeter.

In Europa trifft der Ioniq 5 bereits auf eine hohe Nachfrage.
In Europa trifft der Ioniq 5 bereits auf eine hohe Nachfrage.


Löblich, dass Hyundai zwar das Erscheinungsbild auf Zukunft getrimmt hat, gängige Bedienfunktionen aber belassen hat, sodass jeder Umsteiger alles wie gewohnt vorfindet und bedienen kann. Falls das ebenfalls ein Kriterium für Gewohntes ist: Spurhalteassistent und Verkehrszeichenerkennung funktionieren auch hier immer noch eher nach dem Zufallsprinzip. Die Preisliste startet bei 45.990 für die hinterradgetriebene 58 kwH-Version und endet bei 59.990 für die dual motorisierte Top-Variante. (pabe)