Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Corona

Wettlauf gegen die Delta-Variante

Reuters
  • Drucken
  • Kommentieren

In Wien und Tirol wird die Corona-Schutzimpfung zum Event. Der Andrang ist groß. Es ist der Versuch, schneller zu sein als die hoch ansteckende Delta-Variante, die sich international rasch ausbreitet.

Wien. Mit stürmischem Applaus für Beethovens 9. Symphonie und Neuinterpretation der „Ode an die Freude“ ist der Wiener Kultursommer am Wochenende gestartet. Rund 5000 Menschen waren zum Wiener Rathausplatz gekommen, um das erste große Event seit langer Zeit in Wien zu genießen. Bei dieser Gelegenheit ließen sich gleich 281 Besucher impfen. Denn die Stadt hat für die Dauer des Kultursommers eine Impfbox errichtet. Dort kann sich jeder niederschwellig impfen lassen.

„Wir haben mit einer gute Nachfrage gerechnet, aber es war doch überraschend starker Andrang“, zeigte sich ein Sprecher von Stadtrat Peter Hacker am Sonntag erfreut, der mit maximal 200 Impfwilligen gerechnet hatte. Nun wird überlegt, die Impfzeiten (17 bis 22 Uhr) auszuweiten.

Im Impf-Wettlauf gegen die sich rasch ausbreitende und deutlich ansteckendere Delta-Variante setzen die Bundesländer immer öfter auf Events, um dort Impfwillige niederschwellig zu erreichen.

Dass dieses Konzept funktioniert, zeigte auch der Tiroler „Impfsonntag“, bei dem in allen Impfzentren ohne Voranmeldung Erstimpfungen verabreicht wurden. Die Impfstraßen in Kufstein, Kundl und Innsbruck waren zwei Stunden nach Öffnung für den Vormittag bereits ausgelastet, es gab stundenlange Wartezeiten. Deshalb soll die Aktion am kommenden Wochenende wiederholt werden.