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Interview

Kataloniens "Außenministerin": "Wir bestehen auf einem Unabhängigkeitsvotum"

Generalitat de Catalunya
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Victòria Alsina erklärt, warum die Begnadigungen von Separatisten nicht den Weg zum Frieden mit Spanien ebnen und wie Katalonien sein Unabhängigkeitsreferendum durchsetzen will.

Spaniens Regierung hat neun (separatistische) katalanische Aktivisten und Politiker begnadigt. Ist nun der Weg frei für einen Friedensdialog?

Die Begnadigungen sind nicht die Lösung, sie sind allerhöchstens eine Vorbedingung, damit der Dialog überhaupt starten kann. Von Madrid fordern wir aber erstens eine Amnestie für alle Verurteilte, auch jene im Exil, was übrigens auch der Europarat empfiehlt. Und zweitens bestehen wir auf unserem Selbstbestimmungsrecht, also auf einem Unabhängigkeitsreferendum, wie es auch in Schottland stattgefunden hatte. Wir wollen das im Dialog mit Spaniens Regierung vereinbaren, auch das sieht unser Koalitionsprogramm vor. Vor der Abstimmung 2017 hatten wir jedoch ebenfalls versucht, eine gemeinsame Lösung zu finden.

Spaniens Premier, Pedro Sánchez, hat vor wenigen Tagen deutlich gesagt, ein Referendum sei keine Option. Worüber soll dann bei der ersten Verhandlungsrunde im September gesprochen werden?