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Insolvenzen

Wo bleibt die Pleitewelle?

Closed shop is seen in Cologne
Im ersten Halbjahr 2021 gab es so wenige Insolvenzen wie zuletzt vor 40 Jahren.(c) REUTERS (THILO SCHMUELGEN)
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Seit März 2020 galt bei Steuern, Beiträgen und Insolvenzmeldungen größte Kulanz. Doch die Schonfrist läuft aus. Für Unternehmen ist das kaum ein Problem, jedoch für Private.

Jetzt werden die Unternehmen wieder zur Kasse gebeten. Seit dem 1. Juli müssen die in der Coronakrise gestundeten Steuern und Abgaben zurückgezahlt werden. Auch die Insolvenzantragspflicht gilt wieder vollumfänglich. Ist also ein Unternehmen zahlungsunfähig oder überschuldet, dann muss es ein Verfahren anmelden. Sonst drohen rechtliche Konsequenzen.

Doch der große Knall blieb aus. Trotz Wirtschaftskrise, hoher Arbeitslosigkeit und mehrerer Lockdowns gab es in den ersten zwei Tagen im Juli beim Kreditschutzverband KSV1870 nur zwölf Insolvenzmeldungen (davon wurde bei acht ein Verfahren eröffnet). Die Woche zuvor waren es 57 Insolvenzen (davon 36 Eröffnungen). Keine Spur von einer Pleitewelle. Im Vergleich zum Wochenschnitt im Jahr 2019 bedeutet das sogar einen Rückgang der Insolvenzen um 42 Prozent. Denn damals gab es im Schnitt noch 97 Pleiten in der Woche.

Betriebe nicht „überfordern“

Haben die Unternehmen die Krise besser überstanden als gedacht?