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Belarus/Litauen

Wie Lukaschenko Migranten als Druckmittel gegen die EU einsetzt

Litauens Premierministerin Ingrida Šimonytė und EU-Beamter Charles Michel an der EU-Außengrenze.(c) APA/AFP/PETRAS MALUKAS (PETRAS MALUKAS)
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Vilnius meldet stark steigende Zahlen von irregulären Grenzgängern. Belarus lässt diese offenbar ungehindert weiterziehen.

Als Reaktion auf eine vermeintliche Bedrohung durch den Westen hat Alexander Lukaschenko die belarussischen Staatsgrenzen für seine Landsleute weitgehend geschlossen. Für andere öffnet er sie: Der Machthaber lässt Migranten in die Europäische Union weiterziehen, um politischen Druck auf Brüssel auszuüben.

Im benachbarten EU-Mitgliedsland Litauen registriert man seit mehreren Wochen einen massiven Anstieg von Personen, die über Belarus illegal ins Land gelangen. Seit Jahresbeginn wurden in der Baltenrepublik 1363 Menschen ohne Papiere aufgegriffen. 2020 waren es laut offiziellen Angaben insgesamt 81. Gerade in den vergangenen Tagen hat sich der Zustrom verstärkt. So wurden am vergangenen Wochenende 160 Menschen festgenommen, vor allem irakische, iranische und syrische Staatsbürger. Von Montag auf Dienstag wurden 131 Menschen in Gewahrsam genommen.