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Kraftvoll. Die litauische Sopranistin Asmik Grigorian will auf der Bühne pure Emotion geben.
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Salzburger Festspiele

Die Kämpferin in mir

Asmik Grigorian über ihre Beziehung zu ihrer Figur in „Elektra“ – und zu Salzburg.

Asmik Grigorian kehrt als Chrysothemis in der Wiederaufnahme von „Elektra“ nach Salzburg zurück. Bei den Salzburger Festspielen debütierte sie 2017 als Marie unter Vladimir Jurowski und in der Regie von William Kentridge. 2018 gab sie hier ihr gefeiertes Rollendebüt als Salome unter Franz Welser-Möst in einer Inszenierung von Romeo Castellucci. Heuer singt Grigorian alternierend mit Vida Miknevičiūtė und ist ab 18. August dreimal zu sehen.

Was bedeutet es Ihnen, als Chrysothemis in „Elektra“ nach Salzburg zurückzukehren?

Jedes Mal, wenn ich nach Salzburg reise, fühlt es sich wie ein Heimkommen an. Das Festival und die Stadt haben eine große Bedeutung – für mich, mein Herz und meine Karriere. Ich kehre immer mit einem offenen Herzen und mit viel Liebe zurück. Wieder in „Elektra“ zu singen ist doppeltes Glück für mich, weil die Musik so herrlich ist und die Produktion so großartig – einfach eine reine Freude! Ich schätze es außerdem sehr, wieder mit Aušrinė Stundytė als Elektra zu arbeiten.

Wie hat sich Ihre Interpretation der Chrysothemis seit der Premiere verändert und entwickelt?

So denke ich eigentlich gar nicht über Figuren nach. Wie ich eine Rolle spiele, kommt immer aus meiner Erfahrung und meinen aktuellen Gefühlen heraus. Dieses Jahr kann die Interpretation daher ganz anders sein als letztes Jahr, weil ich selbst anders bin als damals. Ich überlege nicht vorher, welche Geschichte ich dem Publikum erzählen werde, sondern ich möchte, dass jeder sich an diesem Abend überlegt, wie es ihm geht – und das kann sich von Vorstellung zu Vorstellung ändern. Ich selbst gebe, wenn ich auf die Bühne gehe, einfach pure Emotion.

Was haben Sie im Lauf der Vorstellungen über diese Figur gelernt?

Interessanterweise lerne ich nichts über die Charaktere, sondern hauptsächlich durch sie über mich selbst. Durch diese Figur erfuhr ich beispielsweise, wie viel von einer Kämpferin in mir steckt, die für Liebe und Leben kämpft wie Chrysothemis. Ich habe durch sie meine eigene Kraft kennengelernt. 

Mehr Informationen unter: www.salzburgerfestspiele.at