Die Südländer haben die Engländer vieles gelehrt: Wie man Banken führt, Kaffee macht und zuletzt sogar wie man erfolgreich Fußball spielt.
London. Das Finale der Europameisterschaft zwischen England und Italien lässt sich an sportlicher Brisanz kaum überbieten. Politisch und emotional stehen sich am Sonntag (21 Uhr) aber zwei traditionell befreundete Nationen gegenüber. Mit 69 Prozent Zustimmung sind die Italiener nach den Spaniern die europäische Lieblingsnation der Briten. „Der Name Italien, das ist Magie in Silben“, sagte die englische Schriftstellerin Mary Shelley einst.
Verzaubern ließen sich die Engländer von den feinen Südländern seit Jahrhunderten. An der Wiege Londons steht ein römischer Brückenkopf namens Londinium, der nach der Eroberung weiter Teile Englands 43 n. Chr. am nördlichen Ufer der Themse errichtet wurde. Aus dem einstigen Fort wurde die Keimzelle der heutigen Weltstadt.