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Musikfestival

Rostfest: Schichtwechsel im schrumpfenden Dorf

(c) Kaltner Otto
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Das „Rostfest“ in Eisenerz verfolgt ambitionierte Ziele, will sowohl Unterhaltung und Raum für Diskurs bieten als auch die örtliche Entwicklung vorantreiben.

Für Geografiestudierende in Graz ist Eisenerz ein spannendes Ausflugsziel. „Mindestens zweimal im Laufe des Studiums fahren sie rauf, um sich dort anzuschauen, welchen Einfluss Industrialisierung auf die lokale Bevölkerung haben kann“, meint Uwe Gallaun. Verhalf der Erzberg der Region vor einigen Jahrzehnten zu Wohlstand und Arbeitsplätzen, ersetzen heute mehrheitlich Maschinen die damaligen Bergwerksarbeitskräfte. Für die Statistik macht das die Region interessant: Lebten dort 1950 rund 13.000 Menschen, sind es jetzt nur mehr knapp 3800, und die Gemeinde ist mit einem Durchschnittsalter von 54,6 Jahren die älteste Österreichs. Deshalb versucht man seit Jahren, die Gemeinde „gesundzuschrumpfen“, Tourismus anzuziehen, baufällige Gebäude niederzureißen und leer stehende Gebäude anderweitig zu nützen. Genau an diesen Gedanken schloss auch das Gründungsteam des Rostfests an, zu dem auch Gallaun zählt.