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Kiss-Bassist zu Filesharing: "Nehmt ihnen ihre Häuser, ihre Autos"

Gene Simmons, Bassist von Kiss, in seinem Bühnenkostüm
(c) EPA (Achim Scheidemann)
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Gene Simmons wettert gegen "sommersprossige College-Kinder", die seiner Ansicht nach alle für Musik-Downloads zur Kasse gebeten werden sollen. Dabei ist das "Geschäft" mit Urheberrechtsklagen kein lukratives.

Es gebe keine Musikindustrie mehr, weil diese zu feig gewesen wäre, "jedes unverbrauchte  sommersprossige College-Kind, das Musik heruntergeladen hat" zu verklagen, wettert Gene Simmons. Er ist Bassist der Rockband Kiss und ist auch für die Geschäfte der Gruppe zuständig. Wegen all der Filesharer sei die Arbeitslosigkeit gestiegen, so Simmons. Seine Lösung: "Verklagt jeden. Nehmt ihre Häuser, ihre Autos." Beides Dinge, von denen Simmons, dessen Spitzname "The Demon" auf seinem wilden Bühnenkostüm und der ausufernden Schminke basiert, selbst ausreichend besitzt.

Wie Ars Technica berichtet, sind die Klagen gegen Filesharer aber alles andere als ein Honigtopf. Laut Schätzungen sollen die Anwälte der Musik-Lobby RIAA 16 Millionen US-Dollar allein im Jahr 2008 gekostet haben, während sie nur 391.000 Dollar an Rechtsverletzungs-Zahlungen einstreifen konnten. Zwischen 18.000 und 20.000 Verfahren wurden eingeleitet. Lediglich zwei davon wurden bisher verhandelt, beziehungsweise werden es aufgrund von Berufungen immer noch.

Für Simmons, der 1949 als Chaim Witz in Haifa geboren wurde, gibt es aber einen anderen Grund als lohnende Vergleichszahlungen oder strafen. Er nennt das Beispiel eines Fuchses, der sich ein Ei aus einem Hühnerstall nimmt und das allen anderen Füchsen erzählt, die daraufhin noch mehr Eier stehlen. Sein Fazit: "Lasst die Füchse nicht in eure Hühnerställe." Die Klagen seien dafür ein gutes Abschreckungswerkzeug.

(Red.)