Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Rochade

Thomas Hopfner soll neuer Landesparteiobmann der SPÖ Vorarlberg werden

Landesparteivorsitzender Martin Staudinger wird sich beim Parteitag im Oktober nicht mehr zur Wahl stellen. Als seinen „logischen Nachfolger“ sieht er den Dornbirner Thomas Hopfner.

Die SPÖ Vorarlberg hat am Freitag einen Wechsel an der Parteispitze angekündigt. Landesparteivorsitzender Martin Staudinger wird sich beim Landesparteitag im Oktober nicht mehr zur Wahl stellen, als "klarer Nachfolger" sah er Thomas Hopfner, Klubobmann der SPÖ im Landtag. Das gab Staudinger am Freitag gegenüber ORF Radio Vorarlberg bekannt. Staudinger und Hopfner bestätigten die geplante Übergabe.

Staudinger, seit Herbst 2020 Bürgermeister von Hard (Bez. Bregenz), hatte nach seiner Wahl die Klubführung im Landtag abgegeben und angekündigt, auch den Landesparteivorsitz übergeben zu wollen. Man habe sich darauf geeinigt, zunächst zu beobachten, wie die Arbeit im Klub laufe, begründete Staudinger, warum nun doch noch einige Monate bis zu diesem Schritt vergingen. Hopfner habe sich als Klubobmann gut entwickelt und fülle seine neue Aufgabe mit Engagement und Kompetenz aus. "Er ist sozusagen Polit-Aufsteiger des Jahres. Er kann das und er ist der logische Nachfolger", sagte Staudinger. Er könne das Amt mit gutem Gefühl übergeben und habe in Hard eine "schöne Aufgabe", dort liege nun sein Fokus. Landtagsabgeordneter will Staudinger bleiben.

Staudinger habe nun für sich die Entscheidung zur Übergabe getroffen und ihn vorgeschlagen, so Hopfner. Man habe im Vorfeld viele Gespräche geführt "und ich würde die Verantwortung gerne übernehmen". Man habe gesehen, dass der Parteivorsitz und der Klub "gut harmonieren" müssten, dieser Umstand mache eine Personalunion sinnvoll, schränke aber auch die Personengruppe ein, sagte Hopfner. Die SPÖ sitzt mit insgesamt vier Mandataren im Landtag, neben Staudinger und Hopfner vertreten noch Manuela Auer und Elke Zimmermann die SPÖ-Wähler, die beiden sollen aber kein Interesse an der Spitzenposition gehabt haben. Bei der Landtagswahl 2019 erreichte die SPÖ 9,5 Prozent (2014: 8,8).

Landtagswahl „im Auge behalten"

"Als SPÖ tun wir gut daran, uns nicht mit uns selbst zu beschäftigen, sondern um die Anliegen der Menschen. Im Zentrum steht die Frage, wer zahlt die Rechnung dieser Pandemie? Künftig wird für noch mehr Menschen Verteilungsgerechtigkeit eine Rolle spielen", skizzierte Hopfner die Aufgaben der Partei. Ob er auch als Spitzenkandidat für die nächste Landtagswahl zur Verfügung steht, wollte Hopfner nicht beantworten. Damit greife man zu weit voraus, aber die Landtagswahl "muss man natürlich im Auge behalten".

Dem in Dornbirn lebenden Thomas Hopfner, geboren 1965 in Alberschwende (Bregenzerwald), wurden in der Vergangenheit bereits mehrfach Ambitionen auf den Landesvorsitz nachgesagt. Bei der Landtagswahl 2019 verpasste er als Listenfünfter zunächst den Einzug. Als Michael Ritsch, neuer Bürgermeister von Bregenz, 2020 sein Landtagsmandat zurücklegte, rückte Hopfner nach und wurde dann als Landtagsneuling zum Klubobmann gewählt. Er ist Leiter des Bildungszentrums der Sicherheitsexekutive in Vorarlberg, derzeit mit reduzierter Dienstzeit, und ist seit 1986 Polizeibeamter. Seit 2015 ist er Mitglied im SPÖ-Landesparteivorstand, Parteimitglied ist er seit 2011.

(APA)