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Forschungsfrage

Warum knacken Knochen?

APA
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Kleine Bläschen im Gelenk erzeugen das – an sich harmlose – Geräusch. Wenn es richtig kracht oder wehtut, sollte man aber zum Arzt gehen.

Die einen mögen es nicht, die anderen können es nicht lassen. „Jeder kennt in seinem Umfeld Leute, die pausenlos an ihren Gelenken herumspielen“, erzählt Richard Crevenna, Vorstand der Klinik für Physikalische Medizin, Rehabilitation und Arbeitsmedizin der Med-Uni Wien. Er weiß, warum Gelenke knacken – und ob das schadet.

„Gelenke knacken bei reversiblen Hypomobilitäten, also vorübergehenden und umkehrbaren Bewegungseinschränkungen, und bei Hypermobilitäten, also wenn sie über das normale Maß hinaus bewegt werden können“, erklärt Crevenna. Bei Ersteren lässt ein Manualmediziner oder Chiropraktiker es knacken. Dazu brauche es aber nicht nur die entsprechende Ausbildung, sondern auch ständige Praxis, erinnert er. Zweitere kann man sich auch antrainieren: etwa durch ständiges Überdehnen bei Ballett oder Bodenturnen – daher sind Frauen bis heute öfter betroffen. Allerdings auch, weil sie oft ein laxeres Bindegewebe haben, das leichter überdehnt werden kann. „Darum neigen sie mehr zu Knackgeräuschen als Männer.“