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Tennis

Australierin Barty gewinnt Wimbledon-Finale

Wimbledon
REUTERS
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Die 25-jährige Asleigh Barty bezwang auf dem "Heiligen Rasen" im Endspiel die Tschechin Karolina Pliskova nach 1:55 Stunden mit 6:3,6:7(4),6:3.

Ashleigh Barty hat sich am Samstag erstmals zur Wimbledon-Siegerin gekürt. Die 25-jährige Weltranglisten-Erste bezwang auf dem "Heiligen Rasen" im Endspiel die Tschechin Karolina Pliskova nach 1:55 Stunden mit 6:3,6:7(4),6:3. Barty ist somit die erste australische Wimbledonsiegerin seit Evonne Goolagong Cawley vor 41 Jahren.

"Es hat lange Zeit gebraucht, bis ich es offen aussprechen konnte, dass ich diesen Traum habe", sagte eine glückliche Barty, die den Traum vom Wimbledonsieg nun wahr werden ließ. "Ich habe letzte Nacht nicht so viel geschlafen und habe viel darüber nachgedacht, was wäre wenn."

Der Australierin bedeutete der Sieg auch in Bezug auf Yvonne Goolagong Cawley, die vor 50 Jahren ihren ersten von zwei Wimbledon-Titeln geholt hatte, viel. "Ich hoffe, dass ich Yvonne stolz gemacht habe", sagte sie mit tränenerstickter Stimme.

Sieg im Debütantinnen-Finale

Die Siegerin des Finales zweier Debütantinnen im Endspiel vom Wimbledon dankte "jeder einzelnen Person" auf dem Centre Court. "Ihr alle habt den Tag so besonders für mich gemacht." Und freilich gratulierte sie auch der unterlegenen Pliskova nach derem zweiten verlorenen Major-Endspiel zum Turnier: "Ich liebe es, gegen dich zu spielen", meinte Barty nach dem teilweise hochklassigen Finale. Kein Wunder, sie führt im Head-to-Head nun mit 6:2.

Vor den Augen von Prinz William und Herzogin Kate sowie u.a. US-Schauspieler Tom Cruise hatte Barty einen Blitzstart mit 14 Punkten in Folge hingelegt. Lauter Jubel der 15.000 auf dem Centre Court beim ersten Punkt Pliskovas beim Stand von 0:3,0:30 aus deren Sicht änderte nichts mehr am Satzverlust. Nach 28 Minuten stürmte Barty zum 6:3.

Im zweiten Satz führte die Australierin nach einem Break zum 2:0 bereits mit 3:1, doch dann kam die Wende. Pliskova kam immer besser ins Spiel und drehte das 1:3 zum 4:3. Barty schaffte das Break zum 6:5 und servierte bereits auf das Match, als Pliskova sich aber mit einem Rebreak ins Tiebreak retten konnte. In diesem war sie auch mit zwei Netzrollern die Glücklichere und die Zuschauer freuten sich über einen entscheidenden Durchgang.

„Immer weiterkämpfen"

"Immer weiterkämpfen" lautete zu diesem Zeitpunkt Bartys Parole. "Ich bin sehr froh, dass ich nach dem zweiten Satz den dritten so gut begonnen habe." Denn sie fand ihren Rhythmus wieder und mit einem schnellen Break endgültig auf die Siegerstraße. Sie zog mit 3:0 bzw. 4:1 davon. Noch eine Chance zum Rebreak für Pliskova beim Stand von 5:3 musste Barty abwehren, dann nutzte sie ihren ersten Matchball.

Es ist ihr zweiter Grand-Slam-Titel nach jenem bei den French Open 2019. Barty hat auch ihren ersten Weltranglisten-Platz weiter abgesichert, sie geht ab Montag in ihre 77. Woche in Folge auf dem Tennis-Thron. Barty kassiert für den Titel ein Preisgeld in Höhe von 1,7 Mio. Pfund (1,98 Mio. Euro), Pliskova 900.000 Pfund, also knapp mehr als eine Million Euro, trösten. Die Tschechin klettert im Ranking auf Platz sieben und kehrt damit gleich wieder in die Top Ten zurück.

Pliskova konnte nach einem Dank an die Fans ihre Tränen nicht zurückhalten. "Ich weine niemals", meinte sie. "Ashleigh hat ein unglaubliches Turnier gespielt und ein unglaubliches Match heute. Ich habe hart gekämpft, aber sie hat sehr gut gespielt, gratuliere Ashleigh", meinte sie der Australierin zugewandt.

(APA)