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Österreichische Post AG

Post-Tochter bank99 übernimmt Privatkundengeschäft der ING

Die Eigenmittel der bank99 sollen bis Ende 2021 um etwa 100 Mio. Euro erhöht werden.
Die Eigenmittel der bank99 sollen bis Ende 2021 um etwa 100 Mio. Euro erhöht werden.(c) APA (HELMUT FOHRINGER)
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Über 100.000 Kunden und eine Bilanzsumme von rund 1,7 Milliarden Euro werden übernommen. Nicht umfasst sind die reinen Sparkunden.

Die bank99, Tochtergesellschaft der Österreichischen Post AG, übernimmt das Privatkundengeschäft der niederländischen ING Group in Österreich. Dies teilten die Post und die ING Montagabend in Aussendungen mit. Damit werden über 100.000 Kundinnen und Kunden und eine Bilanzsumme von rund 1,7 Mrd. Euro übernommen. Das Firmenkundengeschäft der Zweigniederlassung verbleibt bei der ING.

Die bank99 sei mit der ING-DiBa AG (Frankfurt am Main) übereingekommen. Die Übernahme erfolge vorbehaltlich der noch ausständigen aufsichts- und wettbewerbsbehördlichen Genehmigung. Sie betrifft vor allem Girokonten, Konsum- und Hypothekarkredite sowie Wertpapierveranlagungen, nicht umfasst sind die reinen Sparkunden. Die bank99 AG gehört zu 80 Prozent der Post AG, 20 Prozent hält die Grawe Bankengruppe.

„Außerordentlicher Schritt"

"Wir freuen uns, mit der Übernahme des ING Privatkund*innengeschäftes inÖsterreich einen außerordentlichen Schritt zum beschleunigten Hochlauf unserer Finanzdienstleistungen zu machen", sagt Post-Generaldirektor Georg Pölzl. Mit dieser Übernahme und dem vorgesehenen Ausbau sowohl der Kundenbasis als auch der Bilanzstruktur werden die Eigenmittel der bank99 bis Ende 2021 um etwa 100 Mio. Euro erhöht. Nach der pandemiebedingten schwierigen Hochlaufphase könne mit diesem Schritt schneller als geplant eine kritische Größe erreicht werden. Die Österreichische Post erwarte sich für die bank99 ein ausgeglichenes Ergebnis innerhalb der nächsten drei Jahre.

Die bank99 werde die Kunden, Produkte und Mitarbeiter des Privatkundengeschäfts der ING in Österreich noch in diesem Jahr übernehmen, heißt es in der ING-Pressemitteilung. Barbaros Uygun, CEO der ING in Österreich, sieht einen idealen Deal für Kunden und Mitarbeiter. "Mit der Integration in die bank99 bekommen unsere Kunden auf Anhieb noch mehr Service und können je nach Belieben zwischen analog und digital wählen, zwischen der Servicestelle ums Eck und der Bank am Handy. Und alle unsere Retail-Mitarbeiter werden übernommen und haben eine neue Perspektive."

(APA)